Von Mark Read 0
Hoeneß redet sich in Rage

Uli Hoeneß sauer auf seine Mannschaft - und auf die Medien

War das knapp! Gestern Abend verlor der FC Bayern München zu Hause das Champions-League-Rückspiel gegen den FC Arsenal aus London mit 0:2 - und steht doch im Viertelfinale. Aber nur dank des 3:1-Sieges aus dem Hinspiel. Da atmete auch Präsident Uli Hoeneß einmal tief durch. Um dann deutliche Worte zu finden.


Zuletzt gab es für Uli Hoeneß ja wenig zu meckern. Der FC Bayern zieht in der Bundesliga einsam seine Kreise und dürfte in wenigen Wochen als Meister feststehen. Auch in der Champions League schien das Viertelfinale nach einem überzeugenden 3:1-Sieg im Hinspiel bei Arsenal London schon fast erreicht.

Und dann das: Im Rückspiel gegen die Engländer am gestrigen Abend stand plötzlich alles auf der Kippe. Früh gerieten die Bayern in Rückstand (Giroud, 3. Minute) und erholten sich von diesem Schock nicht wieder. Ohne Bastian Schweinsteiger und Franck Ribéry ließen die Bayern die Spritzigkeit der letzten Wochen vermissen. Nachdem Arsenal-Verteidiger Laurent Koscielny in der 86. Minute das 2:0 für Arsenal erzielte, fehlte den Engländern plötzlich nur noch ein Tor, um die Sensation zu schaffen.

Letztlich zitterte sich Bayern aber ins Viertelfinale. Hinterher fand Präsident Uli Hoeneß für die dürftige Vorstellung seines Teams deutliche Worte: "Die Niederlage muss jedem klarmachen, dass wir anders spielen müssen, wenn wir die Champions League gewinnen wollen", so der Klubchef. "Mir ist wurscht, gegen wen wir spielen. Wenn wir gut spielen, können wir jeden schlagen. Wenn wir so wie heute spielen, gewinnen wir gegen keinen."

Eine Teilschuld sieht der grantelnde Präsident auch bei den Medien, die die Bayern zur Über-Mannschaft emporschreiben: "Die Journalisten müssen mal endlich aufhören, unsere Gegner schon vorher niederzumachen. Gegen Düsseldorf war nur die Frage, schießen wir fünf oder zehn Tore und in Hoffenheim würde auch die Reserve locker gewinnen. Das geht einfach nicht. Wenn wir alle wieder ganz vernünftig miteinander umgehen, wird das bei uns wieder so schön wie vor sechs Wochen."


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