Von Nils Reschke 0
EM 2012 Gruppe D

Ukraine fühlt sich betrogen - und ist ausgeschieden

Well done, England! Wayne Rooney ist zurück und schoss nach seine abgesessenen Sperre die Three Lions gleich zum 1:0-Sieg gegen die Ukraine. Nach der Niederlage ist nach Polen damit auch der zweite Gastgeber bereits in der Vorrunde der EM 2012 ausgeschieden, witterte im Anschluss an die Partie allerdings Hochverrat.


Was für ein Wirbel beim Spiel zwischen Gastgeber Ukraine und England! Den Hausherren war in der Donbass Arena ein eigentlich regulärer Treffer aberkannt worden. Devic hatte den Ball über Englands Keeper Hart hinweg Richtung Tor befördert, John Terry das Leder dann klar hinter der Linie aus dem Kasten befördert. Der Torrichter hatte es hingegen nicht gesehen – es wäre der 1:1-Ausgleich gewesen, der die Ukraine, die nur mit einem Sieg noch Chancen aufs Viertelfinale gehabt hätte, so noch einmal zurück in die Partie gebracht hätte.

Unmittelbar nach der Pause war es Wayne Rooney, der die Briten hatte jubeln lassen. Weil Ukraines Schlussmann Andriy Pyatov nach einer Flanke von Wayne Rooney einfach am Ball vorbei schnappte, stand Rooney am hinteren Pfosten goldrichtig und musste nur noch zur schmeichelhaften Führung einköpfen. Dank des nicht anerkannten Treffers der Ukraine stellte sein Tor den 1:0-Sieg der Engländer sicher. Und damit besiegelte der bislang gesperrte United-Stürmer dann auch das Aus des zweiten EM-Gastgebers nach den Polen. Für die Ukraine bleibt das Stadion in Donezk damit mit einem Fluch belastet. Noch nie haben die EM-Gastgeber um Trainer Oleh Blokhin dort eine Partie gewonnen. Es sollte dabei bleiben.

Apropos Blokhin. Der Trainer der Ukraine war nach dem Match nicht mehr zu bremsen, drohte den Journalisten sogar wenig schmeichelhaft Prügel an und stellte dann – das völlig richtig – fest: „Wir waren klar die bessere Mannschaft, wir hatten die besseren Chancen“, sagt Blokhin und merkte an: „Die Schiedsrichter waren schuld, sie haben uns ein Tor gestohlen, das war ein klarer Treffer.“ Viel Aufregung also um ein Tor, das eines war, aber nicht gegeben wurde. Im Nachhinein nutzt es der Ukraine auch nichts mehr. Sie sind ausgeschieden, während die Three Lions nun im Viertelfinale auf Italien treffen. Das verspricht also jede Menge Spannung.


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