Von Nils Reschke 0
EM 2012 Gruppe A

Tschechien siegt dank Blitzstart gegen harmlose Griechen

Es sah so aus, als wollte es Tschechien allen Kritikern zeigen. Anders ist dieser Blitzstart wohl kaum zu erklären, der die Mannschaft von Nationaltrainer Michal Bilek wieder zurück in diese EM 2012 spült. Jetzt ist wieder alles drin!


An Kritik sparten die Medien in der Heimat nun wahrlich nicht. Nationaltrainer Michal Bilek stand mehr denn je in der Schusslinie, aber natürlich auch seine Mannschaft, die noch bei ihrem ersten Auftritt bei der EM 2012 in Polen und der Ukraine mit 1:4 gegen Russland unter die Räder gekommen war. Im zweiten Match kämpfte sich Tschechien aber zurück in dieses Turnier. Im städtischen Stadion von Breslau legten die Tschechen los wie die Feuerwehr und besiegten am Ende Griechenland verdient mit 2:1 (2:0). Jetzt ist wieder alles drin für Tschechien, das bei einer Niederlage das vorzeitige EM-Aus ereilt hätte.

Die letzten Fans hatten noch nicht ihre Plätze eingenommen, da hatten sie schon Entscheidendes verpasst. Denn nach nur sechs Minuten stand bereits ein 2:0 auf der Anzeigentafel – es war die schnellste 2:0-Führung in der Geschichte der Europameisterschaft. Was aber war geschehen? Zunächst hatte Tomas Hübschmann, den Bilek neu in die Startformation gestellt hatte, einen Zuckerpass gespielt, die der Wolfsburger Petr Jiracek dann kaltschnäuzig zum 1:0 verwertete. Da waren die ersten drei Minuten gespielt. Wiederum drei Minuten später drehte dann Vaclav Pilar jubelnd ab, der von einer schönen Vorarbeit von Abwehrspieler Gebre Selassie profitierte und sich nur noch mit aller Konsequenz in diesen Pass schmeißen musste, um zum 2:0 zu vollenden (6.).

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Bei den Griechen machte sich die neuformierte Abwehr bemerkbar. Doch es kam noch schlimmer: Verletzungsbedingt musste Chalkias den griechischen Kasten räumen. Michalis Sifakis vertrat ihn ab der 23. Minuten zwischen den Pfosten. Weiter vorne blieb es lange ruhig. Bis Georgios Fotakis per Kopf traf, das Tor wegen Abseits aber keine Anerkennung fand (41.). Im zweiten Durchgang brachte sich Tschechien dann selbst in Nöte. Einen eigentlich völlig harmlosen Pass der Griechen ließ Petr Cech durch die Hände rutschen. Theofanis Gekas war zur Stelle und verkürzte auf 1:2 in der 53. Minute. Zu mehr sollte es allerdings dann nicht mehr reichen für unter dem Strich einfach zu harmlose Griechen.


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