Von Nils Reschke 0
EM 2012 Gruppe A

Tschechien gegen Griechenland schon mächtig unter Druck

Wenn der EM-Finalist von 1996 nicht vorzeitig aus dem Turnier ausscheiden will, dann darf Tschechien heute gegen Griechenland unter keinen Umständen verlieren. Die Griechen hingegen könnten in Breslau Big Points landen.


Um ein Haar hätte die griechische Nationalmannschaft zumindest das erste Kapitel ihrer Erfolgsstory von 2004 wiederholt. Denn damals gewannen die Griechen ebenfalls im Eröffnungsspiel gegen Gastgeber Portugal mit 2:1. Ein Resultat, dem sie im Auftaktmatch der Euro 2012 gegen Polen auch ganz nahe waren. Wenn nicht Giorgios Karagounis den Strafstoß verschossen hätte, der die Führung und vermutlich auch den Sieg bedeutet hätte. Heute geht es für die Wundertüte Griechenland weiter mit dem zweiten Spiel bei der EM 2012 in Polen und der Ukraine. Auf das Team von Fernando Santos wartet ab 18 Uhr in Breslau die tschechische Nationalmannschaft.

Die Mannschaft von Michal Bilek hat nach dem 1:4-Desaster gegen Russland einiges gutzumachen, soll der Viertelfinaleinzug nicht schon im zweiten Vorrundenmatch dieser Euro endgültig ohne die Tschechen abfahren. Die Frage ist nur: Wie krempelt Bilek sein Team um, damit es gegen Griechenland den ersten Sieg einfährt? Und gelingt dieser Überhaupt? Berechtigte Fragen, schließlich stemmte sich bis auf Tomas Rosicky kaum ein anderer gegen die drohende Niederlage. Und Weltklassekeeper Petr Cech flogen die Bälle nur so um die Ohren. Steigert sich Tschechien nicht, ist die nächste Niederlage gegen kampfstarke Griechen praktisch vorprogrammiert.

Allerdings hat auch Griechenlands Nationaltrainer Fernando Santos so seine leiben Probleme, was die Aufstellung für diese Partie betrifft: Gegen Polen kassierte Sokratis von Werder Bremen nämlich im Eröffnungsspiel die Gelb-Rote Karte und ist somit gegen Tschechien gesperrt. Noch schlimmer traf es Avraam Papadopoulos, der sich gegen die Polen das Kreuzband riss. Die Euro ist für ihn damit schon beendet, noch bevor sie so richtig begonnen hatte. Somit ist der Weg frei für Kyriakos Papadopoulos vom FC Schalke 04, der ohnehin schon ganz nah dran an der Startelf war. Den zweiten freien Platz in der Defensive wollte Fernando Santos eigentlich mit Georgios Fotakis besetzen. Doch auch der ist angeschlagen. Also wird dem Trainer nichts anderes übrig bleiben, als seinen Strategen Konstantinos Katsouranis von Panathinaikos Athen aus dem defensiven Mittelfeld ganz nach hinten zu beordern.


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