Von Nils Reschke 0
Van der Vaart vergibt Elfer

Trotz van der Vaart-Traumtor: HSV-Trainer Thorsten Fink ist „stinkesauer“

In diesen Wochen ist es wahrlich nicht leicht, Fan von Borussia Mönchengladbach zu sein. Und erst recht nicht vom Hamburger SV. Denn beide Mannschaften vereint ein Makel: Sie treten in der Fußball-Bundesliga auf der Stelle. So half das 2:2 (1:2) am Mittwochabend im Rahmen des fünften Spieltags im Stadion im Borussia-Park keinem so recht weiter.


Unentschieden gespielt und trotzdem verloren: So muss den Gästen vom Hamburger SV das Ergebnis im Spiel bei Borussia Mönchengladbach vorgekommen sein. Denn Superstar Rafael van der Vaart trat zum Strafstoß an, den zuvor Martin Stranzl verursacht hatte. Eine fragwürdige Entscheidung. Der Niederländer traf allerdings nur den Pfosten. Wie am Sonntag übrigens schon Andre Schürrle im Rheinderby für Bayer Leverkusen. Und so bekam die Borussia doch noch die Möglichkeit, zumindest einen Punkt mitzunehmen.

Es lief bereits die Nachspielzeit, als ein letztes Mal ein Ball von Juan Arango in den Strafraum der Rothosen segelte. Alvaro Dominguez war mit dem Kopf zur Stelle und rettete der Mannschaft von Lucien Favre das Unentschieden. Der Hamburger SV bleibt somit in dieser Saison weiterhin ohne einen Erfolg in der Fremden, was HSV-Trainer Thorsten Fink einfach nicht glauben wollte: „Ich bin stinkesauer, dass wir den Sieg verschenkt haben“, konnte sich der Übungsleiter nach dem Schlusspfiff kaum beruhigen. Die Mannschaft habe sich um den Lohn gebracht. „Wir haben von der ersten bis zur letzten Minute das Spiel gemacht und die Tore nur durch Standardsituationen bekommen. Wir müssen uns da cleverer verhalten und keine Freistöße zulassen“, analysierte Thorsten Fink.

Zwei Mal waren die Gäste aus der Hansestadt im Stadion im Borussia-Park in Führung gegangen. In der 23. Minute traf Rafael van der Vaart mit einer wunderschönen Direktabnahme ins lange Eck, ehe Martin Stranzl für Gladbach ausgleichen konnte (39.). Doch quasi mit dem Pausenpfiff schlugen die Hamburger dann in Person von Neuzugang Artjoms Rudnevs zurück (45.). Mönchengladbach fiel nach dem Seitenwechsel wenig ein. Schon in der 55. Minute hätte deswegen van der Vaart für die Vorentscheidung und mehr Ruhe sorgen können. Aber der Niederländer nagelte den Elfmeter nur an den Pfosten. Stranzl flog nach seinem vermeintlichen Foul an Ivo Ilicevic sogar mit Rot vom Platz. Dabei hatte er seinen Gegenspieler gar nicht berührt, was allerdings in Echtzeit schwer zu erkennen war.


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