Von Robert Reinicke 0
Keine Chance im Finale

Traum geplatzt: Sabine Lisicki unterliegt im Finale von Wimbledon

Am Ende war der Druck vielleicht doch ein wenig zu groß. Sabine Lisicki gelang es nicht, als erste Deutsche seit der legendären Steffi Graf wieder das renommierte Tennis-Turnier in London zu gewinnen. Doch in der Niederlage zeigte die sympathische Berlinerin Größe.

Sabine Lisicki nach dem Halbfinale

Sabine Lisicki jubelt: Sieg im Wimbledon-Halbfinale!

(© Getty Images)

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Es hat nicht sollen sein: Nach teilweise atemberaubenden Leistungen in den Runden zuvor, versagten dem neuen deutschen Stern am Tennishimmel - der 23-jährigen Berlinerin Sabine Lisicki - am heutigen Finaltag schlichtweg die Nerven. Gegen die befreit aufspielende Französin Marion Bartoli fand Lisicki zu keinem Zeitpunkt wirklich ins Match und unterlag am Ende vergleichsweise klar in 2 Sätzen. Doch wie es gemeinhin heißt - in der Stunde der Niederlage zeigte sie daraufhin ihre wahre Größe.

Sichtlich aufgelöst, ob der historischen Chance des ersten deutschen Wimbledon-Sieges seit Steffi Graf - auf den Lisicki ebenso wie die deutsche Tennis-Welt nun eben noch mindestens ein weiteres Jahr warten muss - wandte sich Lisicki nach der Niederlage zu allererst ihrer Gegnerin zu. Lisicki gratulierte fair und ungezwungen, und bedankte sich kurz darauf eindrucksvoll bei den Zuschauern, von denen die Deutsche stets wie in einem Heimspiel durch das Turnier getragen wurde.

Tränen des Glücks

Doch jeder Zuschauer am "Center Court" wie auch vor dem Fernseher merkte auch, wie es im Inneren der jungen Berlinerin ausgesehen haben muss. Während der eindrucksvollen Rede begann Lisickis Stimme mehr und mehr zu zittern, bis das Publikum sie schließlich erlöste und mit frenetischem Applaus feierte. Auch Lisicki dürfte so schnell klar werden, dass ihre Tränen nach zwei herausragenden Wochen des Damentennis tatsächlich Tränen des Glücks waren - und das sie im nächsten ganz sicher wieder vorne mit dabei sein wird.

Sonntag - Royales Herrenfinale?

Morgen steigt indes das Finale der Herren in Wimbledon - zwischen dem Serben Novak Djokovic und dem britischen Lokalmatadoren Andy Murray. Dabei darf man gespannt sein, welcher royale Besuch dem Final-Match beiwohnen wird. Die hochschwangere Kate Middleton - die noch im letzten Jahr zusammen mit Prinz William in der königlichen Loge Platz nahm - kann aus den gegebenen Umständen nicht erscheinen. Prinz Charles und seine Camilla hätten dagegen durchaus Zeit, dem Schotten Murray zuzusehen.


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