Von Nils Reschke 0
„Lutscher“ nimmt Abschied

Torsten Frings beendet seine Karriere in Kanada

Feierabend für Frings! Der deutsche Ex-Nationalspieler und langjährige Bundesligaspieler Torsten Frings hat seine Karriere beim FC Toronto in der MLS beendet. Der „Lutscher“ - so sein Spitzname – blickt auf eine erfolgreiche Laufbahn zurück.


Dieser Abschied fällt ein wenig stiller aus, als sein Abgang damals aus der Nationalmannschaft. Die Karriere von Fußballer Torsten Frings ist seit diesem Jahr „volljährig“ – und sie endet nach 18 Jahren als Fußballer in Kanada beim FC Toronto. Frings hat seine Schuhe endgültig an den Nagel gehängt. Nach einer Operation an der Hüfte ging es einfach nicht mehr. „Ich bemerkte, dass mein Heilungsprozess länger dauert als erwartet“, berichtet Frings. „Die Entscheidung fiel mir nicht leicht, doch ich denke, dass es das Beste für das Team und den Klub ist, wenn ich den Weg frei mache.“

In der Major League Soccer in Nordamerika hatte Torsten Frings im Sommer 2011 beim FC Toronto noch einmal eine neue Herausforderung, ein anderes Abenteuer gesucht. Er kam dort auf 46 Einsätze, bei denen ihm zwei Tore gelangen. Das Team von Toronto ernannte den „Lutscher“, so sein Spitzname seit Bremer Zeiten, sogar als Kapitän. „Ich habe die Zeit in Toronto sehr genossen und habe versucht, Siegermentalität im Team einzubringen.“ Jetzt hofft Frings, dass sich dies auch ohne ihn fortsetze.

Die Karriere von Torsten Frings war von Erfolgen gekrönt. Er spielte bei Werder Bremen, bei Borussia Dortmund, beim FC Bayern München – und schließlich wieder bei den Grün-Weißen an der Weser. In der Summe machte das unterm Strich 402 Matches in der Bundesliga. Meister wurde Frings 2005 mit den Bayern, Pokalsieger ebenso 2005 sowie 1999 und 2009 mit „seinen“ Bremern. In der Nationalelf blieb ihm ein ganz großer Titel verwehrt: 2002 reichte es nur zum Vize-Weltmeister und 2008 zum Vize-Europameister. Danach bootete Bundestrainer Joachim Löw ihn radikal aus. Auch wenn man Löws Überlegungen sportlich nachvollziehen kann – Torsten Frings hätte sicherlich einen würdigeren Abschied im DFB-Team verdient, für das er jahrelang die Knochen hingehalten hatte.


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