Von Nils Reschke 0
The Green Mile

Tom Hanks und Bruce Willis trauern um Kollege Michael Clarke Duncan

Er war im wahrsten Sinne des Wortes ein sanfter Riese. Ein liebevoller Mensch mit beachtlicher Körpergröße. Jetzt ist Michael Clarke Duncan in Los Angeles im Alter von nur 54 Jahren gestorben. Die Rolle des John Coffey in „The Green Mile“ machte ihn weltberühmt.

Michael Clarke Duncan

Michael Clarke Duncan in seiner Rolle als "John Coffey"

(© United Archives / imago)

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Dass ihn seine Freunde „Big Mike“ nannten, hatte er natürlich seiner Körpergröße zu verdanken. 1,96 Meter maß der Hüne aus Hollywood. Das brachte dem Schauspieler natürlich jede Menge markante Rollen ein. Im Alter von nur 54 Jahren ist Michael Clark Duncan nun gestorben. In Los Angeles erlag er den Folgen eines Herzinfarktes, den er bereits am 13. Juli erlitten hatte, sich davon aber nicht erholte. Seine Verlobte Omarosa Manigault gab bekannt, dass der US-amerikanische Schauspieler am Montag in einem Krankenhaus in L.A. verstarb.

Seinen Durchbruch schaffte  Michael Clarke Duncan 1998, als er für „Armageddon“ vor der Kamera stand und im Rahmen der Dreharbeiten auch Freundschaft mit Schauspieler-Kollege Bruce Willis schloss. Willis war es auch, der seinen Freund für die wohl berühmteste Rolle vorschlug, die Duncan jemals spielte: Er war John Coffey, ein schwarzer Häftling, der in der Verfilmung von Stephen Kings Gefängnisdrama „The Green Mile“ unschuldig zum Tode verurteilt wurde. Auf ihn wartet der Elektrische Stuhl. Doch seitdem der Hüne im Staatsgefängnis Cold Mountain einsitzt, geschehen dort wundersame Dinge. Das bleibt auch Wärter Paul Edgecomb (Tom Hanks) nicht verborgen.

„The Green Mile“ hatte vor allem dem gefühlvollen Spiel von Michael Clarke Duncan seinen Erfolg zu verdanken. Duncan wurde sogar für den Oscar und den Golden Globe nominiert. Sein Filmpartner von damals, Tom Hanks, kann den frühen Tod von Duncan nicht fassen: „Ich bin unfassbar traurig. Er war ein Schatz, den wir damals alle am Set entdeckt haben“, meinte Hanks. Duncan sei ein großer, liebenswürdiger Mensch gewesen, dessen Tod „uns fassungslos zurück lässt.“ Mit Kumpel Bruce Willis hatte Michael Clarke Duncan später noch in Filmen wie „Breakfast of Champions - Frühstück für Helden“ aus dem Jahr 1999  und „Keine halben Sachen“ (2000) vor der Kamera gestanden. 2005 waren die beiden Schauspieler gemeinsam in „Sin City“ zu sehen.


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