Von Nils Reschke 0
Ein Leben für den Film

Todestag von Bernd Eichinger: Reise durch die deutsche Filmgeschichte

Zwei Jahre ist es nun schon auf den Tag genau her, da schockte die Nachricht vom Tod des erfolgreichsten Produzenten, den Deutschland jemals hatte, nicht nur die Filmbranche.


Bernd Eichinger war tot († 24. Januar 2011). Er starb völlig überraschend an einem Herzinfarkt in Los Angeles – bei einem Abendessen im Kreise der Familie und einigen Freunden. Entsprechend emotional ging es dann nur wenige Tage nach seinem Tod bei der Verleihung zur Goldenen Kamera zu. Eichinger bekam die Goldene Kamera in der eigens dafür geschaffenen Kategorie „Bester Produzent“ postum verliehen. Sein Freund, der Schauspieler Thomas Kretschmann, hielt damals die bewegende Rede, die vielen im Saal den Atem stocken ließ.

Auf den Tag genau zwei Jahre ist es also nun mittlerweile her, dass Bernd Eichinger tot ist. Doch er hinterließ uns Momente ganz großer deutscher Filmgeschichte. In all seinen Jahren des Schaffens vor allem als Filmproduzent, aber auch als Regisseur und Drehbuchautor hat Eichinger sein Publikum stets zu begeistern verstanden. 1984 etwa entführte uns der Produzent, der am 11. April 1949 in Neuburg an der Donau geboren wurde, nach Phantasien und ließ uns gemeinsam mit Bastian „Die Unendliche Geschichte“ erleben. Drei Jahre zuvor hatte er bereits mit der Verfilmung des Drogendrams „Christiane F. – Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ für Schlagzeilen gesorgt.

Es folgten internationale Erfolge wie vor allem „Der Name der Rose“ oder aber auch „Der Untergang“, der sogar für den Oscar nominiert war. Für die Verfilmung der letzten Tage des Zweiten Weltkriegs schrieb Eichinger auch das Drehbuch und räumte auf nahezu jeder Preisverleihung ab: Es gab den Bayerischer Filmpreis, den Bambi, auch den Jupiter. Ähnlich erfolgreich war außerdem die Verfilmung des Süskind-Klassikers „Das Parfum – Die Geschichte eines Mörders“. Aber Bernd Eichinger war sich nie zu schade, den deutschen Film nach vorne zu treiben – und sei es durch Komödien. So zeichnete er auch als Produzent von „Manta, Manta“, „Werner – Beinhart“ oder „Der bewegte Mann“ verantwortlich. Ein Film, den Bernd Eichinger produzierte, war eben vor allem immer eines: unterhaltsames Kino.


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