Von Mark Read 0
Hollywood-Star vor Gericht

Tobey Maguire: Illegale Pokerrunden kommen "Spiderman" teuer zu stehen

Tobey Maguire war Hollywoods "Traum aller Schwiegermütter" - zumindest auf den ersten Blick. Überzeugter Vegetarier und Veganer, unschuldiges Aussehen, glückliche Familie mit zwei Kindern und ein geregeltes Einkommen. Einen Teil davon hat Tobey aber offenbar nicht ganz legal verdient, sondern bei illegalen Pokerrunden ...


Tobey Maguire hat Probleme mit der Justiz: Bei illegalen Pokerrunden soll er Millionen gemacht haben, im November 2011 landete er deswegen vor Gericht.

In Spidermans Netz sollen sich zwischen 2004 und 2007 mehrere Millionen Dollar an Gewinnen aus illegalen Pokerrunden angesammelt haben. Ein Insider, der beim pokern dabei gewesen sein soll, berichtet davon, dass Maguire fast jeden Monat mit einer Million aus den Spielen hervor gegangen sein soll. Das würde auf drei Jahre hochgerechnet ein ganz außerordentliches Sümmchen ergeben. An der illustren Runde, die offenbar zwei Mal pro Woche in verschiedenen Hotels, darunter das „Veverly Hills Hotel“, gespielt wurde, sollen auch andere Stars mitgemischt haben. Paris Hilton, deren Ex-Lover Rick Salomon, Ben Affleck, Matt Damon und Leonardo DiCaprio, ein guter Freund Maguires, sollen ebenfalls mitgezockt haben.

Investor verklagt Maguire

Doch nicht nur Stars und Sternchen spielten bei der hochkarätigen Poker-Partie mit. Den Buy-In von 100.000 Dollar leistete sich regelmäßig auch Bradley Rudermann. Der Investor soll die Pokerabende organisiert und Geld von seinen Kunden dafür verwendet haben, um seine Spielschulden zu begleichen und sitzt mittlerweile wegen Betrugs und diversen Wirtschaftsdelikten im Gefängnis. Die Verwalter der Gelder, die einst Rudermann betreut hatte, verklagten schließlich Tobey Magurie, seine Gewinne, wenigstens 311.200 Dollar, zurück zu zahlen. Ihr Argument: „Er hatte nie einen juristisch wirksamen Anspruch auf das Geld und hätte es im Falle einer Nichtzahlung weder vor einem Staats- noch vor einem Bundesgericht einklagen können.“

Nur Maguire konnten Überweisungen nachgewiesen werden, weshalb er der einzige ist, der verklagt wurde. Die anderen Spieler kamen noch einmal mit dem Schrecken davon. Von den Forderungen überrascht, klagte Maguires Anwalt zunächst gegen die geforderte Rückzahlung. Maguire war wohl der Meinung, das Geld verdient gewonnen zu haben. Das kann wahrscheinlich auch nicht abgestritten werden, denn offenbar hat Maguire seine Sache beim Texas Hold'em Poker gut gemacht. Erlaubt waren die Pokerrunden damit aber noch längst nicht, die Spiele und damit auch die Gewinne illegal.

Spiderman will zahlen

Wenige Monate nach der Anklage ruderte der Spinnenmann aber doch zurück und ließ durch seinen Anwalt einen Deal vorschlagen, so berichtete der Stern im November 2011: Maguire zahlt 80.000 Dollar zurück und wird dafür von allen „möglichen ungesetzlichen Machenschaften freigesprochen“. Ein Klacks für den Multimillionär, der ihm nicht besonders weh tun dürfte. Ende Dezember wollten die Richter über das Angebot entscheiden, leider war zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Textes noch nicht herauszufinden, ob und welches Ende die Sache nun genommen hat.


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