Von Nils Reschke 0
Deepsea Challenger

Titanic-Regisseur James Cameron taucht ab: Am Grund des Marianengrabens

James Cameron erlag einmal mehr seiner großen Faszination, die Tiefen der Meere. Zum tiefsten aller Punkte tauchte der kanadische Regisseur nun ab, auf den Grund des Marianengrabens, wo er rund drei Stunden lang in elf Kilometer Tiefe filmte.


Der Mann, der einst die Titanic zum zweiten Mal untergehen ließ, hat eine große Liebe: das Meer. Star-Regisseur James Cameron ist ein begeisterter Taucher und Forscher in einer Person. Über 70 Mal schon trieb es den passionierten Hobby-Ozeanograph in die Tiefe, immer wieder zum Wrack der Titanic. Dieses Mal aber sollte Camerons U-Boot ihn in die Tiefen des berühmt-berüchtigten Marianengrabens führen. Fast drei Stunden lang benötigte sein „Deepsea Challenger“, bis sie den Grund des Meeres erreicht hatte – den tiefsten Punkt des Ozeans überhaupt.

In elf Kilometer Tiefe hatten es vor dem kanadischen Regisseur, Produzenten und Oscar-Preisträger zuvor nur zwei Menschen geschafft: Jacques Picard, der bekannte Schweizer Forscher, und Don Walsh. Ihnen unterlief allerdings das Missgeschick, dass ihr Vehikel Sand des Grunds aufwirbelte, so dass nur wenig bis gar nichts zu sehen war. Anders bei James Cameron: Der filmte fast drei Stunden lang, während es seine Vorgänger Picard und Walsh dort unten gerade einmal 20 Minuten ausgehalten hatten. Der National Geographic Society nahm es erfreut zur Kenntnis, denn die Tiefen des Meeres sind bis heute weitgehend unerforscht. Um ein Gefühl für die Dimensionen zu bekommen: Der Marianengraben ist weit mehr als einhundert Mal größer als beispielsweise der Grand Canyon.

Seine Liebe zum Meer hatte James Cameron bereits in der Neuverfilmung des Untergangs der Titanic zum Ausdruck gebracht. Vielleicht rührt sie auch daher, dass Cameron ganz in der Nähe der Niagara-Fälle aufgewachsen ist. Sein Blockbuster aus dem Jahr 1997 räumte elf Oscars ab und war mit einem Einspielergebnis von über 1,8 Milliarden US-Dollar lange Zeit der erfolgreichste Film aller Zeiten, bis er von „Avatar – Aufbruch nach Pandora“ abgelöst wurde. Regisseur? Ebenfalls James Cameron, der mit „Abyss – Abrund des Todes“ schon 1989 einen Schocker abdrehte, der in einer Unterwasser-Welt spielt.


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