Von Stephanie Neuberger 0
Das Boot geht unter

Titanic 3D: Ob sich die Neuauflage lohnt?

"Titanic" war der Kinohit von 1997. Nun kommt der Film mit neuen Szenen und in 3D erneut in die Kinos. Auch ich habe den Film damals geliebt, heute lockt er mich nicht ins Kino, da kann auch die technische Überarbeitung nichts daran ändern.


1997 war ich ein junger Teenager, der den Film" Titanic" liebte und gleich mehrmals im Kino saß, um das Schiff untergehen zu sehen und Tränen zu vergießen, als Jack Dawson starb. Mein Zimmer war voll mit Postern von Leonardo DiCaprio, für den ich so sehr geschwärmt habe. "My Heart will Go On" von Celine Dion konnte ich auswendig. Ach, hab ich den Film geliebt. Doch mittlerweile sind 14 Jahre vergangen und die Poster verschwunden. Nicht nur ich bin erwachsen geworden, sondern auch Leonardo DiCaprio und Kate Winslet.

Heute empfinde ich ähnlich wie Kate, die unlängst erzählte, dass es ihr hochkommt, wenn sie den "Titanic" Hit von Dion hört. Dinge ändern sich und so weiß ich nicht, ob ich davon begeistert bin, dass "Titanic" erneut in den Kinos ist. Auch dass man den Untergang in 3D verfolgen kann, lockt mich nicht. Als ich den Film, viele Jahre nachdem er im Kino lief, noch einmal ansah, musste ich an vielen Stellen schmunzeln und fand ihn beinahe unerträglich kitschig. Was ich als Teenager so romantisch fand, halte ich als Erwachsene für albern. Klar sind auch heute noch einige Szenen sehr rührend. Wenn die Mutter ihre Kinder ins Bett bringt, mit dem Wissen, dass sie sterben werden. Das alte Ehepaar, dass sich umarmt, während das Wasser einströmt. Alles Szenen, die mich auch heute noch zu Tränen rühren. Außerdem ist auch mir klar, wieviel Einsatz und Aufwand James Cameron in den Film gesteckt hat. Die beeindruckende Kulisse, die vielen Statisten und großartigen Szenenbilder. Aber dennoch möchte ich den Film nicht noch einmal im Kino sehen.

Manche Filme, so großartig sie auch sind, brauchen keine Neuauflage. Ich behalte "Titanic" lieber in guter Erinnerung, als einen Film, den ich als Teenager geliebt habe. Ansehen würde ich mir den Film nur noch im Kreise lieber Freundinnen, die während der ganzen Zeit schnattern und wie ich in Erinnerungen vergangener Jahre schwelgen. Still im Kino, nein danke.

Allerdings kann ich durchaus verstehen, wieso James die "Titanic" noch einmal aufleben lässt. Es ist schlau von ihm, denn zum 100. Jahrestag des Untergangs der "Titanic" in diesem April, wird das Thema neue Aufmerksamkeit bekommen und das lockt die Menschen auch wieder ins Kino. Vielleicht sogar Teenager, die den Film bisher noch nicht gesehen haben und wie ich damals von der tollen Liebesgeschichte begeistert sind.


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