Von Nils Reschke 0
Tschiller wie einst „Schimmi“

Til Schweiger: In seinem „Tatort" geht es ordentlich zur Sache

Im Jahr 2008, als der „Tatort“ seine 700. Folge feierte, wurde Horst Schimanski zum beliebtesten aller bisherigen Ermittler gewählt. Nick Tschiller alias Til Schweiger will ihm nun den Rang ablaufen.


Seine erste „Amtshandlung“ war, erst einmal den Vorspann der ARD-Kultserie „Tatort“ zu kritisieren. Er findet ihn – kurz gesagt – altmodisch und würde sich über etwas Frischeres freuen. Damit machte sich Til Schweiger keine Freunde. Fans und auch Ermittler-Kollegen gingen auf die Barrikaden, was sich Schweiger wohl erdreisten würde. Nun, mittlerweile ruderte der 49-Jährige zurück, versteht die Aufregung nicht – und steht kurz vor seiner Premiere als Kommissar Nick Tschiller. Als dieser löst Til Schweiger am 10. März seinen ersten Fall. Und der wird garantiert nichts für zarte Gemüter.

Gleich zu Beginn machen die Zuschauer mit einem unbarmherzigen Ermittler Bekanntschaft, der aus Notwehr drei Zuhälter niederschießt. In einem Interview mit Spiegel Online nennt Til Schweiger das „revolutionär. Ich als Zuschauer will so etwas sehen“, meint Schweiger und führt weiter aus, dass er in der Rolle des Nick Tschiller fast immer in Bewegung sei. „Das war mir wichtig. Ganz ehrlich, ich hatte keine Lust, in irgendeinem Revier am Computer Nummernschilder abzugleichen.“ Und irgendwie erinnert das dann doch alles an einen gewissen Horst Schimanski alias Götz George, der dem „Tatort“ damals mit seiner ruppigen Art ebenfalls ein neues Gesicht gab.

Auch Schweiger alias Tschiller flucht und schimpft sich durch die 90 Minuten. Er tritt Türen ein, mehr als nur eine. „Willkommen in Hamburg“ heißt sein erster Fall, bei dem es hart zur Sache geht. Und den sich die ARD auch mehr kosten lässt als andere Ermittlungen am „Tatort“. Das wiederum ist Til Schweiger eigentlich noch zu wenig: „Die haben so viel Kohle, da sollten sie mal ihr Flaggschiff besser ausstatten – nicht nur meinen, sondern alle“, kritisiert der Schauspieler. „Wir wollten einen harten, düsteren Fall, bei dem man gerne auch mal schmunzeln darf“, rührt er schon mal die Werbetrommel. Am 10. März können sich dann alle selbst ein Bild davon machen.


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