Von Mark Read 1
Regisseur kontert

Til Schweiger: Harte Kritik an seiner geplanten "Tatort"-Revolution

Til Schweiger hatte kürzlich für einigen Wirbel gesorgt, als er ankündigte, dass er als neuer "Tatort"-Ermittler für eine Abschaffung des altgedienten Vorspannes kämpfen wolle. Dafür hagelte es massenhaft Kritik - auch ein "Tatort"-Regisseur schießt nun gegen Schweiger zurück.


Ob sich Til Schweiger da ein Eigentor geschossen hat? Kaum war der Schauspiel-Star als neuer "Tatort"-Ermittler vorgestellt worden, stieß er Fans und Verantwortliche der kultigen Krimi-Reihe ordentlich vor den Kopf. Bei der Verleihung der "Jupiter Awards" sprach Schweiger über seine neue Rolle und erklärte, er werde als erstes dafür kämpfen, dass der alte "Tatort"-Vorspann durch einen neuen ersetzt werde. Seit 1970 zum allerersten Mal im "Tatort" ermittelt wurde, gehören das Fadenkreuz-Bild und die Musik von Klaus Doldinger zu den Filmen einfach dazu. Doch für Schweiger hatte der alte Vorspann ausgedient, etwas Neues müsse her.

Die Reaktionen in der Öffentlichkeit waren heftig. Schweiger musste wenig überraschend viel Kritik von "Tatort"-Fans einstecken. Nun meldete sich auch ein Regisseur zu Wort. Thomas Jauch, der seit Jahren Folgen für die ARD-Krimireihe dreht und beispielsweise für die Oster-Doppelfolge aus Köln und Leipzig verantwortlich ist, sparte in einem Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" nicht mit Kritik an Schweigers Idee.

"Seine Forderung, den ,Tatort'-Vorspann abzuschaffen, ist albern. Ganz so, als wollte man den Coca-Cola-Schriftzug oder den Mercedes-Stern abschaffen", so Jauch. Immer noch sei es für jeden Regisseur eine Ehre, seinen Namen lesen zu dürfen, während die Musik von Klaus Doldinger erklingt. "Das war und ist ein Ritterschlag", erklärte Jauch. Mit dieser Meinung steht er sicherlich nicht alleine da. Nun muss nur noch der neue Hamburger Hauptermittler Schweiger überzeugt werden.

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