Von Mark Read 0
Viel Zuspruch und Respekt

Thomas Hitzlsperger: So reagiert die Öffentlichkeit auf sein Outing

Ein mutiger Schritt: Ex-Nationalspieler Thomas Hitzlsperger hat sich öffentlich zu seiner Homosexualität bekannt. Der frühere Mittelfeldstar, der vor kurzem seine Karriere beendete, sorgt mit seinem Outing für viel Wirbel in der Öffentlichkeit. Doch vor allem erhält er viel Zuspruch von Sportkollegen und Politikern.

Thomas Hitzlsperger outet sich

Thomas Hitzlsperger bekennt sich zu seiner Homosexualität

(© Getty Images)

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Ist das Eis nun gebrochen? Als erster prominenter Fußballer hat sich der frühere Nationalspieler Thomas Hitzlsperger (31) heute öffentlich zu seiner Homosexualität bekannt. Der frühere Bundesligaprofi und WM-Teilnehmer beendete vor wenigen Monaten seine Laufbahn und traute sich nun mit einem Schritt an die Öffentlichkeit, der in den Augen vieler längst überfällig war.

So sagt beispielsweise Ex-Außenminister Guido Westerwelle (FDP), der sich einst selbst öffentlich outete: "Dieser Mut verdient größten Respekt. Der Schritt in die breite Öffentlichkeit liest sich viel leichter, als er tatsächlich ist."

Der frühere DFB-Präsident Theo Zwanziger, der immer wieder homosexuelle Fußballer dazu aufrief, sich endlich zu outen, freut sich ebenfalls über Hitzlspergers Schritt: "Endlich hat ein Fußballer den Mut, seine Homosexualität öffentlich zu machen - zumindest in engem Zeitabstand zu seiner Karriere. Hoffentlich hat das eine positive Wirkung auf die Gesellschaft und den Profifußball der Männer."

Oliver Bierhoff: Der DFB unterstützt Hitzlsperger voll und ganz

Der Manager der Nationalmannschaft, Oliver Bierhoff, hat mit Hitzlsperger im Laufe der Jahre regelmäßig Kontakt gehabt. Nun sagte er: "Als Thomas noch aktiver Nationalspieler war, hatten wir von seiner Homosexualität keine Kenntnis. Er hat sich erst nach seinem Karriereende an uns gewandt und uns darüber informiert. Dass er sich nun auch öffentlich bekennt, verdient Anerkennung und Respekt. Ich begrüße diesen Schritt, wir werden ihm alle Unterstützung zukommen lassen, damit er seinen mutigen Weg weitergehen kann."

Was die noch aktiven Kollegen angeht, gehört Lukas Podolski (28) zu den ersten Gratulanten. Der Profi vom FC Arsenal hat über Jahre hinweg mit "Hitz" in der Nationalmannschaft zusammengespielt. "Mutig - und richtig. Respekt, Thomas Hitzlsperger! Ein wichtiges Zeichen in der heutigen Zeit", schrieb er nun bei Twitter.

"The Voice of Germany"-Star Gil Ofarim, wie Hitzlsperger gebürtiger Münchener, reagierte ebenfalls prompt bei Facebook und Twitter. Mit einem simplen "Respect!" drückte er seine Bewunderung für den Tabubruch Hitzlspergers aus. Jan Leyk hingegen findet es schlimm, dass über die sexuelle Orientierung eines Menschen immer noch so viel Aufhebens gemacht wird. "Absolut traurig, dass wir im Jahr 2014 ernsthaft die Meldung "Thomas Hitzlsberger ist schwul"…..von den Medien als die Breaking News schlechthin präsentiert bekommen….!!! Hallo??? Sollte es heutzutage nicht das Normalste der Welt sein, auch Fussball spielen zu dürfen, wenn Man(n) auf Kerle steht….!!! Ob Schwarz ob Weiß, ob Homo oder Heterosexuell…..wir alles sind Menschen mit dem gleichen im Takt schlagendem Herzen……!!!"


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