Von Mark Read 0
Godoj im Promipool-Interview

Thomas Godoj im Interview: "Männer sind so" zeigt seine humorvolle Seite

Am 31. Mai erscheint das neue Album von Thomas Godoj, "Männer sind so". Im Interview mit Promipool sprach der frühere DSDS-Gewinner nicht nur über sein neues Werk und das witzige Video zur ersten Single, sondern auch über seine Castingshow-Vergangenheit und natürlich das Champions-League-Finale am 25. Mai.


Ein sonniger Nachmittag in München. Pünktlich auf die Minute kommt Thomas Godoj zum Interview ins gemütliche Restaurant. Locker ist er, gut drauf und entspannt. Er hat auch allen Grund dazu. Am 31. Mai erscheint sein mittlerweile viertes Studioalbum "Männer sind so". Darauf stellt der 35-Jährige erneut unter Beweis, dass ihm der Stempel "DSDS-Gewinner von 2008" schon längst nicht mehr passt.

Teil eins des Interviews (hier geht's zu Teil zwei)

Promipool: Dein neues Video „Männer sind so“ hat schon fast 200.000 Aufrufe bei YouTube. Wie bewertest du diese Resonanz?

Thomas Godoj: Das freut mich natürlich, dass von den Leuten so ein Zuspruch kommt. Wir sind mit dem Video ja bewusst mal einen anderen Weg gegangen. Das Video entstand in Zusammenarbeit mit AlexiBexi, einem YouTube-Helden, der überwiegend für Parodien und Übersetzungen englischer Songs bekannt ist.

Promipool: Wie kam der Kontakt zu AlexiBexi zu Stande?

Godoj: Er macht ja so ähnliche Sachen wie Y-Titty, die beim selben Management sind wie ich. Und so kam dann auch der Kontakt zu Stande. Der Titel „Männer sind so“ beziehungsweise der Text und der Song passten einfach gut in sein Setting.

Promipool: Das Lied „Männer sind so“ hat einen sehr witzigen, augenzwinkernden Text über die Gegensätze zwischen den Geschlechtern. Wie wichtig ist dir die Message des Songs?

Godoj: Es ist eher ein Dialog zwischen Männlein und Weiblein. Es geht da halt um die Marotten, die jeden in einer Beziehung in den Wahnsinn treiben können. Ich habe einfach mit den Klischees gespielt – und tatsächlich ist es so, dass der Song auch als Letzter für das neue Album entstanden ist.

Promipool: Weil es Dir schwerer fällt, lustige Lieder zu schreiben als ernste?

Godoj: Naja, ich habe halt zunächst andere Themen bearbeitet. Aber ich wollte schon auch mal diese lustige, humorvolle Seite an mir zeigen, die ich auch habe. Deshalb waren zunächst auch ein paar Leute ein bisschen irritiert, weil es nicht der typische „Godoj-Style“ ist. Aber das war mir im Prinzip egal, denn letztlich muss ich mich damit wohlfühlen, und das tue ich. Außerdem hatten ich und die Band beim Videodreh auch zum ersten Mal so richtig Spaß (lacht).

Promipool: Auch dein neues Album ist wieder durchgehend deutschsprachig gehalten. Ist das eine bewusste Abkehr von deinen früheren englischen Texten?

Godoj: Ja. In der Heimatsprache kann man sich einfach besser ausdrücken. Es ist ja so, dass ich nach dem Sieg beim Talentwettbewerb 2008 („DSDS“, Anm. d. Red.) zunächst mal gar keine andere Möglichkeit hatte. Man musste das erstmal so machen, wie es kam, und hatte auch gar keine Zeit, um selbst an den Songs zu arbeiten. Man steckte halt in der Maschine drin. Erst beim zweiten Album änderte sich das. Da saß ich beim Songwriting dabei und konnte die Leute langsam in die Richtung führen, aus der ich eigentlich komme. Ich habe es mir Schritt für Schritt erarbeitet.

Promipool: Du hast mal ein Video in deiner Heimatstadt Recklinghausen gedreht. Würdest du dich als heimatverbundenen Typen bezeichnen?

Godoj: Ja, auf jeden Fall. 2008 kamen natürlich viele Leute zu mir und sagten: „Mensch, du musst jetzt nach Berlin ziehen oder in eine andere Großstadt!“ – und ich dachte mir nur: Nö, warum? Man kommt ja auch so überall hin. Außerdem wohnt meine Familie in Recklinghausen, meine Freunde sind auch da. Also kam das für mich auch nie in Frage.

Teil zwei des Interviews: Thomas Godoj über DSDS, seine nächste Tour und Fußball


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