Von Nils Reschke 0
The Voice Of Germany

"The Voice": Heute Finale – dritte Staffel kommt trotz schlechterer Quoten

Was nützt das überzeugendste Konzept, wenn die Quote nicht stimmt? Auch „The Voice Of Germany“ hat mit mangelndem Zuschauerinteresse zu kämpfen. Doch die Macher versprechen: Auch 2013 wird es eine dritte Staffel geben.


Heute Abend endet „The Voice Of Germany“. Um 20.15 Uhr strahlt Sat.1 das Finale live aus. Und die Gelehrten streiten sich, ob dieses Format nun wirklich das beste und fairste in der Landschaft deutscher Castingshows sei. Auch die zweite Staffel von „The Voice Of Germany“ beanspruchte für sich, dass einzig und alleine das Talent zähle. Deswegen wurden die Kandidaten, die in der ersten Runde vorsingen durften, von den Jury-Mitgliedern Nena, Xavier Naidoo, BossHoss und Rea Garvey eben auch „blind“ ausgewählt – sprich: Aussehen spielte keine Rolle. „The Voice Of Germany“ sollte eben die nette Castingshow von nebenan bleiben.

Doch wie die anderen Formate im Bereich Casting auch hatte die zweite Staffel hart zu knabbern an den immer schlechteren Quoten. Den Kritikern gefällt das Konzept. Doch was nützt es, wenn immer weniger Menschen einschalten. Die verantwortlichen Sender, Sat.1 und ProSieben verteidigen die Show wie Löwen. Der Marktanteil liege weiter bei sehr starken 23,3 Prozent in der werberelevanten Zielgruppe, ließ eine Sprecherin verlauten. Und die Frage, ob es demnach auch 2013 eine dritte Staffel geben werden, konterte sie energisch: „Natürlich, welche Frage!“

Allerdings lügen die Zahlen eben auch nicht. Nicht einmal mehr drei Millionen Menschen wollten zuletzt in der vergangenen Woche das Halbfinale sehen. 2011 waren es zum gleichen Zeitpunkt der Show noch ein bis zwei Millionen mehr gewesen.

Bleibt also zu hoffen, dass wenigstens heute Abend die Menschen einschalten, um den sicherlich sehr guten Kandidaten so eine würdige Plattform zu bieten. Dann tritt Michael Lane aus dem bayrischen Dorfhaus für das Team von Xavier Naidoo an. Der 30-jährige Berliner Nick Howard vertritt das Team Rea Garvey, während der Luxemburger James Borges für BossHoos auf der Bühne stehen wird. Die besten Karten hat allerdings die einzige Frau im Bunde. Isbaell Schmidt aus dem Team Nena werden die größten Chancen eingeräumt, die zweite Staffel von „The Voice Of Germany“ zu gewinnen. Ob sie ihrer Favoritenstellung gerecht wird, zeigt sich heute Abend. Und ebenso, ob das Format der Castingshows möglicherweise einem Ende entgegensteuern wird...

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