Von Mark Read 0
Neue Wege

"Tatort" mit Ulrike Folkerts: Zuschauer müssen den Mörder im Internet finden

Am gestrigen Sonntag sahen Millionen von Fernsehzuschauern einen spannenden und packenden "Tatort" aus Ludwigshafen. Doch am Ende blieb der Film die endgültige Auflösung schuldig. Im Internet müssen die TV-Zuschauer den Fall nun selber lösen.


Kommissarin Lena Odenthal (Ulrike Folkerts) wird zu einer Raststätte im Pfälzer Wald gerufen, wo eine Frau eine Leiche gesehen haben will. Als die Ermittlerin zu dem Fundort kommt, ist dort keine Leiche - aber fünf Jugendliche, die sie als Geisel nehmen. In den nächsten eineinhalb Stunden versuchen Odenthals Kollege Mario Kopper und die Ludwigshafener Kripo, Odenthal aus den Fängen ihrer Entführer zu befreien.

Keine Frage, der gestrige Tatort "Der Wald steht schwarz und schweiget" war ein sehr gelungener. Packend und spannend von der ersten bis zur letzten Minute, hervorragend inszeniert und gefilmt, und zudem bis in die Nebenrollen mit sehr guten Schauspielern besetzt. Am Ende wurde Lena Odenthal natürlich befreit, die fünf Jugendlichen kamen ins Gefängnis. Auch die am Anfang verschwundene Leiche wurde gefunden. Doch eine Frage ließ der gestrige "Tatort" offen: Wer hat den Mann ermordet?

Eine Einblendung kurz vor Ende des Films verweist auf eine Internetseite, die die TV-Zuschauer mit einbezieht. Dort kann man in einem Online-Spiel selbst herausfinden, wer der fünf Jugendlichen den Mann umgebracht hat. Anhand von den Ergebnissen der Spurensicherung und mit Hilfe der Vernehmungsprotokolle soll man selbst kombinieren - über Facebook und Twitter können sich die Hobby-Ermittler Hinweise geben.

Spätestens zum kommenden "Tatort" am Sonntag, den 20. Mai versprechen die TV-Macher die endgültige Auflösung. Definitiv eine neue und ungewöhnliche Methode der Zuschauer-Einbeziehung. Gegenüber der "Bild"-Zeitung sagte eine ARD-Sprecherin: "Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die ,Tatort‘-Fans nach der Sendung ein großes Interesse an den kriminalistischen Einzelheiten haben. Deswegen gibt es diesmal eine Fortführung des Falls im Internet."


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