Von Milena Schäpers 0
Wegen Kritik am Vorspann

Tatort-Kommissare gegen Til Schweiger

Til Schweiger machte sich bei seinen zukünftigen Tatort-Kollegen sehr unbeliebt. Seine Kritik am Tatort-Vorspann stößt auf Unverständnis und scharfe Reaktionen.


Das Fadenkreuz und die unverkennbare Titelmusik. Seit 40 Jahren der Startschuss für den spannendsten Fernsehabend der Woche. Seit 1970 beginnt damit der „Tatort“ auf dem Ersten. Da ist es verständlich, das die Kritik eines Frischling wie Til Schweiger, künftiger Kommissar beim Hamburger „Tatort“, bei manchen sauer aufstößt. Er nannte den Vorspann „outdated“ und „scheiße“ und schlug vor ihn abzuschaffen.

Für alte Hasen der Krimireihe ein Fauxpas, denn der Vorspann ist Kult und nicht mehr von  den Fernsehbildschirmen wegzudenken.

Kollege Dominic Raake zum Beispiel nennt den Vorspann ein „Heiligtum“. Tatort-Kommissarin Ulrike Folkerts zieht ebenfalls eine Abschaffung nicht in Erwägung und meint: "Ich finde den Vorspann, gerade weil er so alt und dadurch Kult ist, wunderbar. Der soll bleiben!" Peter Sodann deutete sogar die Problemlösung an: "Dann lieber den Kommissar auswechseln. Das wäre klüger."

Für Ulrich Tukur, der als Felix Murot in Wiesbaden ermittelt, nimmt die Liebe zum Vorspann schon religiöse Züge an. Für ihn ist der „Tatort“ eine Kirche mit einer „großen, gläubigen Gemeinde“. "Am Wochenende ist Gottesdienst. Eine Kirche erneuert man spirituell und von innen heraus und nicht, indem man den Glockenturm abreißt", sagte Tukur, "Auch ist Eulenspiegel kein Martin Luther. Bis der auftaucht, um sein großes Reformwerk zu beginnen, sollen die Glocken die Messe ruhig weiter in gewohnter Manier einläuten."

Auf jeden Fall hat sich Til Schweiger mit seiner vorlauten Kritik keine neuen Freunde gemacht. Er versprach bereits, dass sein „Tatort“ besonders actionreich wird.

Vielleicht sollte Til Schweiger erst einmal sein Talent als Schauspieler beweisen, denn es ist immer leichter zu kritisieren und große Töne zu spucken, wenn man nicht im Fadenkreuz steht…

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