Von Mark Read 0
Schwierige Rolle

"Tatort" Dortmund: Jörg Hartmann polarisiert als Kommissar Faber die Nation

Spannend und mitreissend war er, der "Tatort" aus Dortmund gestern Abend. Das Team um Kommissar Faber klärte den Mord an einer Gymnasiastin auf. Der Chefermittler griff dabei wieder einmal zu ungewöhnlichen Methoden, die bei vielen TV-Zuschauern sicherliche nicht gut ankamen.


Keine Frage, die Person des Kommissars Peter Faber (gespielt von Jörg Hartmann) ist für den TV-Zuschauer keine angenehme. Der Chefermittler im Dortmunder "Tatort"-Team würgte gestern etwa eine Leiche, um herauszufinden, wie sie erdrosselt wurde. Er zertrümmerte vor Wut ein Waschbecken in der Toilette des Polizeipräsidiums und warf seine Kollegin Bönisch (Anna Schudt) beinahe in den See.

Zum dritten Mal war das "Tatort"-Team aus Dortmund im Einsatz. Zum dritten Mal spielte Jörg Hartmann die Rolle des innerlich kaputten, aber trotzdem einfühlsamen Faber. Ein Mann, der durch den Tod seiner Frau und seiner Tochter zerrissen und erschöpft ist, und der das auch so glaubhaft verkörpert.

Hartmann: "Hoffentlich bleibt die Figur so sperrig"

Im Gespräch mit der "Bild"-Zeitung verriert Hartmann, was seiner Meinung nach das Besondere an der Rolle ist: "Faber ist keine Liebe auf den ersten Blick. Es könnte Liebe auf den dritten Blick werden. Wenn er so sperrig bleibt – was ich hoffe."

Hartmann ist sich auch bewusst, dass die Figur bei den Zuschauern möglicherweise nicht gut ankommt: "Am Anfang war es: Oh Gott, was ist das für einer? Man hat noch nicht so kapiert, warum der so drauf ist. Aber je mehr man mitkriegt – das ist meine Hoffnung, dass man als Zuschauer andocken kann. Ich will Faber nicht als Schwiegermutter-Liebling haben. Ich sehe ihn als Menschen mit einer Form von Depression und Trauma."

Wir sind gespannt, ob das Team um Peter Faber auch beim nächsten Fall zu so unkonventionellen Mitteln greift.

Wie hat euch der Dortmunder "Tatort" gestern gefallen? Schreibt uns eure Meinung in den Kommentaren!


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