Von Mark Read 0

Supermodel Naomi Campbell und der Blutdiamant


Naomi Campbell muss nun im Kriegverbrecherprozess gegen Ex- Diktator von Liberia, Charles Taylor aussagen.

Da sollte sie sich dann besser im Bezug auf ihre Wutausbrüche im Zaum halten. Es ist auch nicht anzunehmen, dass sich das Supermodel diesmal durch verlassen des Gerichtssaales lästigen Fragen entziehen kann.

Zur Einladung forderte sie die Anklage in Den Haag am kommenden Donnerstag vor den Sondergerichtshof für Sierra Leone auf. Das Dokument ist offiziell. Der Fernsehsender „BBC“ machte es sogar öffentlich.

Naomi Campbell soll Auskünfte darüber erteilen, ob sie vom liberianischen Ex- Diktator Charles Taylor diesen so genannten „Blutdiamanten“ als Geschenk erhielt. Naomi war im Jahre 1997 nach Südafrika gereist und soll dort bei einem Besuch des Ex- Diktators diesen „Blutdiamanten“ als Geschenk erhalten haben.

Angeblich soll Charles Taylor mit dem ungeschliffenen Diamant Waffenkäufe für die Junta in Sierra Leone finanzieren. Diesen zentralen Hauptanklagepunkt bestreitet Taylor jedoch vehement.

Hierfür wird das 39-jährige Supermodel von den Anklägern hart kritisiert. Da genüge es auch nicht, dass Campbell keine Stellung dazu beziehe und sich sogar verweigere Auskünfte darüber zu erteilen. Sie wolle mit diesem Prozess schlichtweg nichts zu tun haben. Ihre „Ausrede“ gab sie dazu bei der Talkshow der Super- Moderatorin Oprah Winfrey zum Besten: „ Ich fürchte um die Sicherheit meiner Familie. Eine Vorladung ist deshalb nicht nötig“, so die wutschnaubende Naomi.

Im Antrag auf die Vorladung Campbells wurde auf eine glaubwürdige Zeugenaussage der Schauspielerin Mia Farrow verwiesen. Diese gab zu Protokoll, dass das Model Naomi Campbell am Morgen nach dem Empfang beim Ex- Diktator Charles Taylor ihr persönlich von dem „wertvollen“ Geschenk erzählt habe. Zuvor waren sich die beiden Frauen noch nie begegnet.

Im April hatte ein Team des amerikanischen Fernsehsenders „ABC“ erfahren müssen, wie das Model auf diese spezielle Frage wegen des Blutdiamanten reagiert. Dem Kameramann wurde eigenhändig seitens der schönen Naomi auf seine Kamera eingeschlagen.

Wollen wir mal hoffen, dass sich Naomi Campbell wenigstens vor Gericht in ihrem eigenen Interesse „schlagkräftig“ zurück hält.


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