Von Stephanie Neuberger 0
Nur tanzen reicht nicht

"Step up: Miami Heat": Ein weiterer Tanzfilm ohne Story?

Als Fan der Tanzerei und guter Filme freue ich mich immer, wenn ein neuer Film, der vermeintlich beides verbindet, in die Kinos kommt. Bei dem neuen Streifen der "Step up" Reihe weiß ich bereits jetzt, dass mich tolle Moves aber wenig Inhalt erwartet.


Wie sehr ich Tanzfilme mag, habe ich bereits das eine oder andere Mal erwähnt. Leider haben viele Filme tolle Moves, die einen staunen lassen, aber leider keine Story. Oder zumindest keine gute.

2006 kam der erste „Step up“ Film in die Kinos. Keine Frage, Channing Tatum und seine Ehefrau, Jenna Dewan, die die Hauptrolle spielen beziehungsweise tanzen, können sich gut bewegen und harmonieren als Leinwandpaar. Was in Anbetracht ihrer Beziehung im wahren Leben kaum verwundert. Die beiden tanzen mit geschmeidigen Bewegungen durch den Film und füllen die 98 Minuten mit ihren Moves. Die Story allerdings ist mau. Sehr mau und irgendwie auch nichts Neues.

Dennoch folgte nach dem ersten Streifen „Step up 2the Streets“. Dort taucht Channing nur noch ganz kurz auf. Bei diesem Film war die Story sogar so schlecht, dass mich nicht einmal die Tanzeinlagen davon ablenken konnten. Es geht um Crews und um ein Tanzbattle, das irgendwo zu einem ungewissen Zeitpunkt an einen geheimen Ort stattfindet. Mein Fazit: Ein Film, den man absolut nicht gesehen haben muss. So kommen wir zu „Step up 3“, der 2010 in die Kinos kam. Um ehrlich zu sein, habe ich den Tanzfilm gar nicht mehr gesehen, nachdem eins und zwei schon schwach waren.

Dennoch hält es niemanden davon ab, einen vierten Teil zu machen. Womit wir in diesem Kinojahr sind. Denn nun kommt „Step up: Miami Heat“ in die Kinos. Die Story ist simpel, was wenig überrascht: Emily (Kathryn McCormick möchte als professionelle Tänzerin arbeiten. Sie lernt Sean (Ryan Guzman), den Leiter der Tanzgruppe MOB, mit der er Flashmobs organisiert, kennen und verliebt sich. Als Emilys Vater, ein reicher Geschäftsmann, ein Nachbarviertel abreißen möchte, verbündet sie sich mit Sean und MOB, um dies mit Protestflashmobs zu verhindern. Ihre Karriere gerät damit ins Wanken.

Aufgepeppt wird die Story selbstverständlich durch Tanzeinlagen. Auch wenn ich Ryan Guzman als Hauptdarsteller nicht zu nahe treten möchte, habe ich Zweifel an seiner schauspielerischen Qualität. Denn schaut man sich den Wikipediaeintrag zu ihm an, fällt auf, dass Guzman gar keine Erfahrung als Schauspieler hat. Natürlich muss dies nicht heißen, dass er kein Talent hat, aber es zeigt, dass die Schauspielqualität nur zweitrangig ist.

Ich schaue mir gerne gute Filme an und liebe das Tanzen. Leider muss ich zum Bedauern feststellen, dass dies häufig nicht in Einklang gebracht werden kann. Denn viele Tanzfilme lassen die Story schleifen und setzen stattdessen auf grandiose Moves. Die „Step up“ Reihe ist für mich so ein Beispiel.


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