Von Nils Reschke 0
Absolute Mehrheit

Stefan Raab hat mit seiner Polit-Show großes vor

Wer traut sich von den Damen und Herren Politiker als erster aus der Deckung, wenn Stefan Raab mit dem neuen Polit-Talk die „Absolute Mehrheit“ fordert? Am 11. November startet die neue Show auf Pro Sieben und Raab bleibt ganz entspannt: „Wenn die ARD es scheiße findet, wird es ein Kracher.“


Stefan Raab ist nicht zu bremsen. Der Tausendsassa von Pro Sieben hat die Sommerpause offenbar genutzt, um mit neuen Formaten weiter für Furore zu sorgen. Am 22. September geht es erst einmal mit einer neuen Ausgabe von „Schlag den Raab“ weiter. Die bereits 36., in der es erst zum dritten Mal in der Geschichte der Sendung um einen Jackpot von 2,5 Millionen Euro geht. Aber knackt Raab auch den Zuschauer-Jackpot mit seinen beiden brandneuen Ideen? Die eine ist ein Showformat aus Boxen und Quiz, die andere – man höre und staune – ein Polit-Talk, in dem die Kandidaten mit guten Argumenten beim Publikum punkten müssen, um sich so die „Absolute Mehrheit“ zu holen.

Bei der Konkurrenz kommt dieses Konzept gar nicht gut an. Die ARD ließ sich bereits zu einem Statement hinreißen, bezeichnete dieses Format als „abwegig“. Und weil Stefan Raab nun einmal den fairen Wettkampf mag und sich so etwas nicht bieten lässt, konterte „König Lustig“ auf die ihm ganz eigene Art und Weise: „In der Regel heißt das: Wenn die ARD es scheiße findet, wird es ein Kracher.“ Der Moderator, der einst mit Lena den Grand Prix nach Deutschland holte und sich damit endgültig unsterblich machte, ärgert schon lange, dass die Talkshows nur aus den Namen der Moderatoren bestünden.

Und Raab legt noch einen nach. Der erste Titel des neuen Formats sollte „Absolute Frechheit“ heißen. „Aber den Namen hat ja Günter Jauch schon“, grinst er über beide Ohren. Gerade weil der Talk-Show-Markt „total zu“ sei, wollte er diesen neuen Polit-Talk unbedingt machen. Im ersten Teaser verspricht der TV-Moderator: „Die Zeit ist reif, dass sich Meinung wieder lohnt“. Am 11. November ist die erste Folge geplant. „Bei anderen Talkshows ist der Zuschauer nach der Show genauso schlau wie vorher. Bei uns weiß er, wie die Mehrheit denkt“, behauptet Raab. Anders als die ARD denkt man offenbar in Berlin über das neue Format. Politiker wie Wolfgang Kubicki und Volker Beck signalisierten bereits, teilnehmen zu wollen.


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