Von Mark Read 0

Stefan Raab: Der heimliche Star des Eurovision Song Contest 2011


Eine der spannenden Fragen im Vorfeld des Eurovision Song Contest 2011 war, wie sich das Moderatorentrio schlagen würde. Immerhin mussten Anke Engelke, Judith Rakers und Stefan Raab das größte TV-Event Europas moderieren, und das hauptsächlich auf Englisch und Französisch. Doch unsere TV-Größen schlugen sich hervorragend, vor allem Lenas Mentor Raab.

Zwar konnte der Entertainer im Gegensatz zu seinen weiblichen Kolleginnen nicht mit Sprachkenntnissen punkten. Aber Raabs Showqualitäten machten sein etwas holpriges Englisch locker wieder wett.

Dass Raab neben seiner komischen Ader auch ein guter Musiker ist, geht im öffentlichen Bild oft unter. Doch immerhin hat der 44-Jährige in den vergagenen Jahren so manchen Chart-Hit für andere komponiert oder auch selbst gesungen. Unter anderem nahm Raab im Jahr 2000 selbst am Eurovision Song Contest teil und belegte mit der Disco-Nummer "Wadde hadde dudde da?" immerhin Platz fünf - deutlich besser als sein Schützling Lena diesmal.

Und auch bei der Show am Samstag glänzte Raab als Musiker. Normalerweise performt der Vorjahressieger des Eurovision Song Contest sein zur Eröffnung noch einmal. Doch diesmal war Lena selbst noch einmal im Teilnehmerfeld und wollte sich - so die Begründung des Moderatorentrios - auf ihren Auftritt konzentrieren. Also musste jemand anderes einspringen und den Siegerhit "Satellite" zum Besten geben. Nur wer?

Schon hatte Raab die E-Gitarre in der Hand, ließ zunächst Kollegin Engelke die ersten Zeilen des Songs singen - und stürmte dann selbst auf die Bühne. Mit einer Begleitband im Rücken spielte er eine Rock'n'Roll-Version von Lenas Siegertitel. Äußerst beschwingt fetzte die Band durch den Titel, auch mit Bläserunterstützung, ehe zum großen Finale plötzlich dutzende Lena-Doubles auf die Bühne kamen. Mittendrin: Die echte Lena! Eines muss man Raab lassen: Die Überraschung war ihm gelungen. Hier könnt ihr euch das Video zu Raabs wildem Auftritt ansehen:

Keine Frage, die Eröffnung der Show war perfekt gelungen und gab die Richtung für den Abend vor. Die Organisatoren dürfen sich auf die Schulter klopfen: Sie haben den ESC perfekt geplant und inszeniert. Über 120 Millionen Menschen vor den TV-Bildschirmen wurden perfekt unterhalten. Auch dank Stefan Raab. Wie dessen Zukunft in Verbindung mit dem ESC aussieht, ist noch nicht ganz klar. Es wird aber gemunkelt, dass er nächstes Jahr beim Contest in Baku wieder seine Finger im Spiel haben wird - in welcher Funktion auch immer.


Teilen:
Geh auf die Seite von: