Von Nils Reschke 0
Dschungelcamp 2013

Special: Was machen die Ex-Kandidaten der sechsten Staffel eigentlich?

Als B-, C- oder sogar D-Promi hat man kein leichtes Los. Man möchte gerne in den Medien präsent sein, Gagen scheffeln – nur interessiert das in den meisten Fällen die Medien nicht. Also geht man in den Dschungel und hofft auf den Erfolg.


Freut ihr euch auch schon „wie Bolle“ auf die siebte Staffel und den legendären Ausruf: „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus“? Am 11. Januar startet das Dschungelcamp auf RTL wieder. Keine zwei Wochen also müssen wir uns noch in Geduld üben. Über die aktuellen Kandidaten haben wir in den vergangenen Tagen und Wochen ausführlich berichtet. Noch warten wir auf die offiziellen Bestätigungen des Kölner Privatsenders. Sie alle wandern natürlich primär mit dem Ziel in den australischen Busch, etwas für den eigenen Geldbeutel und die eigene Prominenz zu tun. Sie wollen sich ins Gespräch bringen und wieder auf den verschiedenen Bühnen der Republik in aller Munde sein. Das kann durchaus gelingen. Werfen wir also einen kurzen Blick zurück: Wie erging es den Kandidaten der sechsten Staffel von „Ich bin ein Star – Holt mit hier raus“?

Um es vorweg zu nehmen: Die meisten der elf Kandidaten des Dschungelcamps 2012 verschwanden wieder in der Versenkung. DSDS-Ex-Kandidat Daniel Lopes etwa. Kleinere Auftritte in kleineren Clubs. Das war es auch schon. Die ehemalige Moderatorin im „ZDF Fernsehgarten“, Ramona Leiß, wollte ohnehin nie den großen Rummel. Sie war aber mit Spaß bei einem Promi-Special der „Shopping Queen“ auf Vox bei der Sache. Na immerhin etwas! Beim „Promi Boxen 2012“ ließ stattdessen Sänger Martin Kesici die Fäuste fliegen. Mister „Angel of Berlin“ war außerdem noch beim „Perfekten Promi-Dinner“ auf Vox zu bewundern. Ansonsten? Eher Essig. Kesici arbeitet nach wie vor als Radiomoderator. Das große Sprungbrett mitten in einer neue Karriere war das Dschungelcamp auch bei ihm nicht.

Es geht aber auch anders: Micaela Schäfer mimt vielleicht gerne mal das brünette „Dummchen“, hat es aber faustdick hinter den Brüsten. Sie war ständig präsent, sei es wie Martin Kesici beim „Promi Boxen 2012“, beim „TV total Turmspringen“ oder selbst beim „Supertalent“. Micaele Schäfer hat die Marketingmaschinerie in ganz geschmissen – und wie! Auch Rocco Stark und Kim Gloss vermarkteten sich recht ordentlich. Techtelmechtel im Dschungel, die große Liebe draußen, Trennung, ein Baby: So bleibt man im Gespräch. Die Schlagzeilen, die Dschungel-Königin „Tante“ Brigitte Nielsen nach dem Camp machte, hätten wir lieber nicht gelesen: Nach einem Alkohol-Absturz in aller Öffentlichkeit in einem Park geht es ihr gesundheitlich zumindest wieder besser.

Und sonst so? Radost „Momo“ Bokel spielte im Sommer bei den Karl-May-Festspielen in Elspe die Rolle von Winnetous Schwester Nscho-tschi und erhielt dafür durchaus gute Kritiken. „Tic Tac Toe“-Sängerin Marlene Tackenberg verschwand – abgesehen von einem Werbespot – völlig aus der Öffentlichkeit, was von ihr aber durchaus so gewollt war. Von Magier Vincent Raven war auch nichts mehr zu lesen. Vielleicht ist er mit seinen Raben an einen fernen, zauberhaften Ort geflohen. Und Fußballer Ailton versuchte sich ebenfalls noch einmal als Koch – oder besser gesagt seine Frau Rosalie im „Perfekten Promi-Dinner“. Das war es auch schon. Der deutsche Double-Sieger, der mit Werder Bremen 2004 Pokal und Meisterschaft holte, kickt mittlerweile in den untersten Ligen. Zuletzt beim Verbandsligisten Hassia Bingen. Toreschießen hat er aber immer noch drauf. In seinem ersten Spiel wurde der „Kugelblitz“ in der 68. Minute eingewechselt und erzielte beide Treffer zum 2:0-Endstand gegen die SpVgg Ingelheim. Er selbst hätte das wohl so kommentiert: „Das ist Ailton!“

Fazit: Das Dschungelcamp 2012 hat nur wenigen der Stars geholfen noch einmal oder erst so richtig durchzustarten. Micaela Schäfer nutzte die Chance, sich weiter als Nacktmodel zu etablieren. Kim Gloss und Rocco Stark gelangen jedenfalls regelmäßige Auftritte in den Boulevardmagazinen in Print und Web. Alle anderen reisten ab – und wurden nicht mehr gesehen. In den meisten Fällen ist das auch wohl besser so.


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