Von Nils Reschke 0
EM 2012 Gruppe C

Sorgt ausgerechnet Giovanni Trapattoni für Italiens EM-Aus?

Zwei Gruppen spielen ihren letzten Spieltag noch. Vier Matches stehen noch aus, ehe die Paarungen im Viertelfinale komplettiert sind. Und jeder Fan fragt sich: Gibt es bei dieser Euro die nächsten Sensationen?


Bislang taugte die EM 2012 in Polen und der Ukraine ja schon für so manche Überraschung. Glücklicherweise erlebte die deutsche Elf einen derart unliebsamen Moment in ihrer sogenannten Todesgruppe B ja nicht. Doch schon heute Abend ab 20.45 Uhr könnte diese Europameisterschaft ein nächstes skurriles Kapitel schreiben. Dann nämlich, wenn die Squadra Azzurra gegen Irland stolpern sollte – und somit Kroatien und Spanien in ihrer Gruppe C den Vortritt lassen muss. Was daran so besonders sein soll? Nun, Trainer der Iren ist kein geringerer als Giovanni Trapattoni. Und auch, wenn beim „Maestro“ natürlich das Herz für Italien schlägt, werden sich die „Boys in Green“ davor hüten wollen, den Italienern freiwillig diesen Sieg zu schenken, den die Squadra Azzurra doch so dringend braucht.

Sorgen muss man sich schon machen um die Italiener. Denn im Gegensatz zu den Spaniern, die Irland mit 4:0 aus dem Stadion schossen, aber auch zu den Kroaten, die gegen das Team von der Insel zum Auftakt ein 3:1 feierten, drückt den Italienern in vorderster Front der Schuh. Will heißen: Die Squadra Azzurra hat bislang in beiden Partien gegen eben jene Gegner nur jeweils ein Tor erzielt. Zwei Mal hieß es am Ende 1:1. Ein weiteres Remis wird nicht reichen. Gut möglich also, dass Nationaltrainer Cesare Prandelli umdenken wird. Worüber schon im Match gegen Kroatien spekuliert wurde, könnte sich jetzt in der Partie gegen Irland bewahrheiten: Antonio di Natale erhält den Vorzug vor Mario Balotelli.

Von Irland sind keine Gastgeschenke zu erwarten. Das machte im Vorfeld auf die Partie noch einmal das Trainergespann unisono deutlich: „Wir werden keine größere Änderungen in der Startelf vornehmen“, meinte etwa Giovanni Trapattoni, der sich der Brisanz dieser Partie bewusst ist. „Sonst heißt es noch, ich wolle Italien helfen.“ Und sein Co-Trainer Marco Tardelli ergänzt, man sei zwar ausgeschieden, will aber „keine Geschenke verteilen“. Italien muss also ein kampfstarkes Eire erwarten. Ein Team, das sich noch einmal für seine fantastische Fans zerreißen wird. So viel steht fest. Ob das dann heute Abend zur nächsten Überraschung reicht, wird sich noch zeigen. Einen Rückflug für Dienstag haben die Italiener jedenfalls schon einmal gebucht. Sicher ist sicher...


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