Von Kathy Yaruchyk 0
Der Papst tritt zurück

So wird der Nachfolger von Papst Benedikt XVI. gewählt

Diese Meldung überraschte die Nation. Papst Benedikt XVI. wird bereits am 28.02 zurücktreten. Wie und wann das neue Kirchenoberhaupt gewählt wird, erfahrt ihr hier:


Völlig überraschend erreichte uns heute die Meldung, dass Papst Benedikt XVI. am 28. Februar zurücktreten wird. Das Amt endet in diesem Fall nicht mit dem Tod, sondern aus freien Stücken. In einem kurzen Statement hat sich der Papst nun zu seinem Rücktritt geäußert und bestätigt, dass aufgrund seines hohen Alters (85) eine gewissenhafte Ausführung seines Amtes nicht mehr ermöglicht ist.

„Nachdem ich wiederholt mein Gewissen vor Gott geprüft habe, bin ich zur Gewissheit gelangt, dass meine Kräfte infolge des vorgerückten Alters nicht mehr geeignet sind, um in angemessener Weise den Petrusdienst auszuüben“, heißt es in seiner Erklärung.

Nun wollen alle wissen, wie und wann der neue Papst gewählt wird. Wir haben einige wichtige Fakten für euch zusammengestellt:

Das Konklave (Zusammenkunft der Kardinäle, die den neuen Papst wählen) muss frühestens 15 Tage, spätestens 20 Tage nach Tod oder Rücktritt (28.2) des Kirchenoberhauptes zusammenkommen um den neuen Papst zu wählen. Der neue Papst wird also zwischen dem 15. und dem 20. März gewählt. Dabei sind alle Kardinäle unter 80 Jahren wahlberechtigt.

Die Wahl findet in der Sixtinischen Kapelle statt und ist geheim. Eine Enthaltung ist nicht möglich. Außerdem muss eine Zweidrittelmehrheit erreicht werden- egal, wie viele Wahlgänge dafür notwendig sind.

Folgende Fähigkeiten muss der zukünftige Papst unter Beweis stellen können: Er muss Seelsorger, Theologe und Diplomat sein. Außerdem muss er Italienisch und Latein sprechen können. Für das höchste Amt der katholischen Kirche kann man sich nicht selbst bewerben. Die Kardinäle entscheiden, wen sie aus ihren Reihen wählen.

Wenn die Zweidrittelmehrheit erreicht wurde, wird der Gewählte gefragt, ob er das Amt annimmt und welchen Papst-Namen er tragen möchte.

Solange sich die Kardinäle nicht einigen können, wer der neue Papst wird, werden die Stimmzettel aus jedem Wahlgang zusammen mit einem chemischen Zusatz verbrannt, so dass schwarzer Rauch aus einem Rohr der Kapelle emporsteigt. Sobald sie einen Nachfolger gefunden haben, steigt weißer Rauch auf und die Glocken des Petersdoms läuten. Der Kardinaldekan tritt dann auf den Hauptbalkon des Petersdoms und verkündet: "Habemus Papam." Anschließend tritt der neue Papst auf den Balkon und spricht den Segen "Urbi et Orbi".


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