Von Fabienne Claudinon 0
Hinweis auf Anschlag beim Fußballspiel

So lief die Evakuierung der Nationalmannschaft in Hannover ab

Die deutsche Nationalmannschaft bekommt internationale Unterstützung

Die deutsche Fußballnationamannschaft

(© Getty Images)

Eigentlich sollte es ein Zeichen für Demokratie, Freiheit und Toleranz werden. Die deutsche Nationalmannschaft entschied sich bewusst dafür, das Länderspiel gegen die Niederlande am gestrigen Dienstag in Hannover zu absolvieren. Doch gute 90 Minuten vor Anpfiff wurde das Testspiel aufgrund einer akuten Terrorwarnung abgesagt. Die Mannschaft erfuhr fünf Kilometer vor dem Stadion von der Absage.

Ein Schock! Das Länderspiel zwischen Deutschland und den Niederlanden wurde gestern gut 90 Minuten vor Anpfiff abgesagt. Es ist bereits das zweite Mal innerhalb weniger Tage, dass die deutsche Fußball-Nationalmannschaft mit Terror in Berührung kommt. Bereits am vergangenen Freitag gab es Anschläge in Paris, während das DFB-Team in einem Freundschaftsspiel gegen Frankreich antrat. Dieses Mal ging die Situation zum Glück glimpflicher aus. Das Team rund um Trainer Joachim Löw (55) war gerade im Mannschaftsbus auf dem Weg ins Stadion in Hannover, als sie von der Absage des Spiels erfuhren. Der Bus war rund fünf Kilometer von seinem Ziel entfernt, direkt dahinter die holländische Nationalmannschaft. Sofort wurden die Busse umgeleitet und die Spieler an einen sicheren Ort gebracht. Jens Grittner, der Sprecher der Nationalmannschaft teilte bei Twitter mit: „Sind auf dem Weg ins Stadion von der Polizei umgeleitet worden und an sicherem Ort. Mehr können wir derzeit nicht sagen, Bitte um Verständnis.“

Der deutsche sowie der holländische Mannschaftsbus wurden direkt zu einer Polizeiwache gebracht. Dort warteten die Spieler samt Trainer und Betreuer rund eine Stunde vor der Wache, bis es zurück ins Hotel ging. Dort trennte sich die Mannschaft dann umgehend. Der DFB-Chef Rainhard Rauball erklärte auf der einberufenen Pressekonferenz: „Die Münchner Spieler sind mit einer Maschine geflogen. Die anderen sind mit Pkws nach Hause gefahren. Auch die Holländer sind abgeflogen.“ Weiter heißt es im Statement des Interimspräsidenten: Der Schutz der Menschen muss höchste Priorität haben. Dies ist ein trauriger Tag für Deutschland und den deutschen Fußball. Mein Eindruck ist, dass der Fußball in Deutschland mit dem heutigen Tagen in vielen Facetten eine andere Wende bekommen hat. Dass unsere Mannschaft innerhalb von vier Tagen zweimal so tragische Ereignisse miterleben musste, übersteigt meine Vorstellungskraft."

 
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