Von Mark Read 0
Ein Champion stirbt

"Smokin' Joe" Frazier ist tot - die Boxwelt verliert eine Legende

Gestern sagte einer der berühmtesten Boxer aller Zeiten endgültig "Lebewohl". Joe Frazier erlag im Alter von 67 Jahren einem Krebsleiden. Legendär wurden vor allem "Smokin' Joes" drei Kämpfe gegen Muhammad Ali in den 1970er Jahren, die bis heute nichts von ihrer Faszination verloren haben.


Im Ring konnten es nur wenige mit "Smokin' Joe" Frazier aufnehmen, doch der Krebs hat sich letztlich als zu starker Gegner für die Boxlegende erwiesen. Gestern verstarb Frazier mit 67 Jahren in Philadelphia. Die Boxwelt trauert um eine Legende. Einer der ersten, die ihr Beileid bekundeten, war Muhammad Ali: "Die Welt hat einen großen Champion verloren. Ich werde mich immer mit Respekt und Bewunderung an Joe erinnern. Meine Sympathie gehört seiner Familie und seinen Freunden."

Ausgerechnet Ali, werden nun viele sagen. Denn die beiden Boxer verband in den 1970er Jahren vor allem eines: eine erbitterte Rivalität. 1971 gewann Frazier das erste von drei Duellen gegen den All-Time-Champion und fügte ihm damit die erste Niederlage in einem WM-Kampf zu. Zwischen beiden Parteien flogen die Giftpfeile hin und her. Ali warf Frazier vor, die schwarze Bürgerrechtsbewegung nicht ausreichend zu unterstützen. Auf der Gegenseite nannte Frazier seinen Gegner hartnäckig "Cassius Clay" und ignorierte dessen Hinwendung zum Islam und Namensänderung. Später, nach dem Ausbruch von Alis Parkinson-Krankheit, gab Frazier in seiner Autobiografie hämische Bemerkungen dazu von sich.

Doch im Ring boten die beiden ein Spektakel: 1974 und 1975 verlor Frazier die beiden Revanche-Kämpfe gegen Ali. Letzterer ging als "Thriller von Manila" in die Geschichte ein, ein Wahnsinns-Schlagabtausch über 14 Runden, an dessen Ende beide Kämpfer kaum noch stehen konnten.

Nun ist "Smokin' Joe" Frazier ins Jenseits verschieden. Die Boxwelt verliert einen ihrer größten Sportler aller Zeiten.


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