Von Kati Pierson 0
Freitag sei dank

Skispringen: Deutsche Adler endlich wieder im Höhenflug

"Oh wie ist das schön - oh wie ist das schön!" - Die Deutschen Skispringer haben am Sonntag in Harrachov eine tolle Show abgeliefert und sogar den einst übermächtigen Österreichern ein Schnippchen geschlagen.


In den vergangenen Jahren sah das Ergebnis beim Skispringen immer ähnlich aus. Die Österreicher stritten sich um die besten Plätze, dann kam erst einmal ganz lange gar nix und dann tauchten vereinzelt ein paar Norweger auf. Letztes Jahr setze Severin Freund aus deutscher Sicht ein paar positive Akzente. Aber im Großen und Ganzen konnte man sagen, dass unsere Adler eher gerupfte Hühner waren. Vom einstigen Glanz um Schmitt, Hannawald und Uhrmann war nicht mehr viel übrig.

Bereits beim ersten Springen dieser Saison legte Freund jedoch einen beachtlichen 6. Platz in Kuusamo (Finnland) hin. Beim zweiten Springen in Lillehammer machte dann erstmalig Richard Freitag mit einem Sprung auf 103.5 Punkten und Platz zwei von sich reden. Das dritte Springen am 04.Dezember ebenfalls in Lillehammer sah dann noch besser aus mit Freund auf Platz zwei und Freitag auf Platz fünf.

Diesen Sonntag legten die beiden und auch Michael Neumayer dann noch mal nach. In Harrachov sprengten sie endgültig die österreichische Vorherrschaft und setzten mit Platz eins und dem ersten Weltcup-Sieg für Richard Freitag, Platz drei für Freitag und Platz 9 für Neumayer ein ganz dickes Ausrufezeichen. Da fielen sogar die wieder einmal schwachen leistungen von Schmidt (36), Wank (41) und Mechler (30) nicht ins Gewicht.

In der Weltcuptabelle führt jetzt Andreas Kofler (Österreich) vor seinem Landsmann Gregor Schlierenzauer und dem DSV-Adler Richard Freitag. Severin Freund liegt auf Platz 6 und Neumayer auf Platz 15. Abgeschlagen auf Platz 26 Maximilian Mechler, Platz 31 Andreas Wank und Platz 48 hält Martin Schmitt. Aber festzuhalten bleibt: Es geht bergauf für die deutschen Skispringer!


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