Von Mark Read 0

Silvio Berlusconi: Sex-Prozess wurde nach 7 Minuten vertagt


Gestern sollte der Sex-Prozess gegen Italiens Staatschef Silvio Berlusconi beginnen. Nach nur 7 Minuten wurde der Prozess aber schon wieder vertagt.

Es sollte der Prozess des Jahres werden. Die italienische Staatsanwaltschaft gegen den Sex-Premier Berlusconi. Die Anklage lautet: Sex mit einer minderjährigen Prostituierten in 13 Fällen. Die journalistische Meute wartete gespannt. Doch nach nur sieben Minuten war der skandalöse Prozess schon wieder vorbei! Er wurde auf den 31. Mai vertagt!

Die Staatsanwaltschaft wirft Italiens Regierungschef Berlusconi vor, bei Parties in seiner Villa in Norditalien für sexuelle Handlungen mit der damals noch minderjährigen Marokkanerin Karima el Mahroug Geld bezahlt zu haben. Straftatbestand: Prostitution mit einer Minderjährigen.

Die Staatsanwaltschaft hat hierfür auch Beweise: abgehörte Telefonate und Zeugen-Aussagen, aufgelistet auf insgesamt 20 000 Seiten Prozessakten. Die Anklage wirft ihm außerdem vor, im Mai 2010 sein Amt missbraucht zu haben, um die Freilassung „Rubys“ durchzusetzen. Karima el Mahroug war seinerzeit wegen Diebstahls in Polizeigewahrsam genommen worden. Für den Amtsmissbrauch drohen Berlusconi bis zu zwölf Jahre Gefängnis. Für sexuelle Handlungen mit einer minderjährigen kann Berlusconi mit bis zu drei Jahren Haft rechnen.

Berlusconi ließ durch seine Anwälte ausrichten, dass er eigentlich am Prozess habe teilnehmen wollen, doch wegen wichtiger Verpflichtungen in Rom aber leider verhindert sei. Es ist anzunehmen, dass Sex-Premier Silvio Berlusconi auch zur Anhörung am 31. Mai nicht erscheinen wird, denn erst neulich hatten sich die italienische Justiz und die Anwälte Berlusconis darauf geeinigt, dass Prozessverhandlungen gegen ihn wegen seiner Termine und Verpflichtungen nur noch jeweils montags stattfinden können. Der 31. Mai 2011 wäre aber ein Dienstag.

Schon vor dem Prozess war bekannt, dass die geladenen Zeugen und Silvio Berlusconi nicht vor Gericht in Mailand erscheinen würden. Trotzdem hatten sich mehr als hundert Journalisten aus Italien und dem Ausland vor dem Mailänder Gericht versammelt. Beim Prozess gegen Berlusconi waren jedoch keine Fotografen und Fernsehteams zur Anhörung zugelassen.


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