Von Peter Poolanski 0
Der Poolservice

Silvio Berlusconi: Sag' zum Abschied ganz laut "Ciao"

Wie jetzt, schon wieder Freitag? Zeit, unseren Promi-Experten Peter Poolanski auf die Bühne zu holen. Unser Mann für's Grobe hat auch in der abgelaufenen Woche wieder ganz genau beobachtet, welcher Promi top und welcher Flop war. Lest hier seine bewegende Abschiedsrede an Silvio Berlusconi. Bellissimo!


TOP:

Udo Lindenberg: Dieser Mann ist ein Phänomen. Mal ehrlich: Wer mit Mitte 60 noch derart cool unterwegs ist und sich selbst in der jüngsten Hörergeneration über eine riesige Fanschar freut, muss etwas Besonderes sein. Und genau das ist unser Udo, der ewige Panik-Rocker. Am vergangenen Samstag sang er mit Clueso seine wunderbare Single "Cello" bei "Wetten, dass …?" und brachte Thomas Gottschalk dann noch ein Ständchen dar. Einfach so. Weil er halt Udo Lindenberg ist und das kann. Ganz nebenbei schoss sein wunderbares Unplugged-Album zurück an die Spitze der Charts. Aber um nochmal auf das Thema "Wetten, dass …?" zu sprechen zu kommen: Warum ist eigentlich noch niemand auf die Idee gekommen, Udo als Gottschalk-Nachfolger zu installieren. Was wären das für herrliche Plaudereien auf der Couch.

Justin Bieber: Ja, schon gut. Ich weiß, was viele von euch jetzt sagen. Justin Bieber ist bääh, und überhaupt kann der ja gar nicht singen und profitiert nur von der Geschmacksverirrung 13-jähriger Mädchen. Aber wir wollen jetzt mal eine Lanze für den Knaben brechen. Nennt es altersmilde, nennt mich wahnsinnig, aber die Fakten sprechen nun mal für sich: In nur einer Woche hat Justin mehrere MTV EMAs abgestaubt und gestern auch noch einen Bambi. Zwischendrin hat er sich bei mir noch ein paar Sympathien erworben, weil die Vaterschaftsklage gegen ihn gar so abstrus ist. Ich will unseren süßen Teenie jetzt nicht unnötig loben, aber: Lasst uns doch diese Woche mal nett zu ihm sein. Nur ausnahmsweise. Also: gut gemacht, Justin!

FLOP:

US-Amerikanischer Strafvollzug: Gehen wir mal davon aus, dass Lindsay Lohan einen gesunden Sinn für Humor hat. Dann dürfte das It-Girl auf Abwegen aus dem Lachen gar nicht mehr herausgekommen sein. Nach zahlreichen Gesetzesübertretungen, dem ein oder anderen Diebstahl und dem Verstoß gegen Bewährungsauflagen wurde Miss Lohan zu 30 Tagen Knast verurteilt. Und musste ganze viereinhalb Stunden davon absitzen. Logischer Grund: Die Gefängnisse sind überfüllt. Wow! Genau so bringt schreckt man potenzielle Straftäter ab – und überzeugt alle Zweifler davon, dass das Justizsystem keinen Prominentenbonus kennt. Übrigens: Wer Ironie findet, darf sie behalten.

Silvio Berlusconi: Wir wischen uns eine Träne aus dem Augenwinkel, schwenken die Papierhandtücher und rufen wehklagend: Ciao, Silvio! Ein ganz großer der Weltpolitik tritt ab, gedemütigt durch das Misstrauen seiner Parteifreunde und der meckernden Opposition. Silvio Berlusconi, Signore Bunga-Bunga, der Partykönig unter der Regierungschefs, muss seinen Posten räumen. Und zwar wohlgemerkt nicht, weil er sein Land durch seine Eskapaden und sein unmögliches Verhalten in den letzten Jahren bis auf die Knochen blamiert hat – sondern wegen der Wirtschaftskrise. Aber uns soll's recht sein. Egal, wer jetzt in Italien das sagen hat: Schlimmer als unter Onkel Silvio kann es kaum werden.


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