Von Kathy Yaruchyk 0
Ärztin von Sexy Cora schuldig?

"Sexy Cora" († 23) -Prozess: Narkoseärztin bekennt ihre Schuld

Vor ungefähr zwei Jahren schockte die Nachricht vom Tod des Erotik-Sternchens Sexy Cora viele. Die damals 23-Jährige verstarb nach einer Brustvergrößerung. Nun soll ein Prozess entscheiden, wer die Hauptverantwortlichen sind. Die Narkoseärztin, Marion F., räumt dabei ein, einige grobe Fehler begangen zu haben.


Am Montag, den 28.01.2013 beginnt der Prozess im Fall des verstorbenen Erotik-Models Carolin Wosnitza († 23), bekannt als „Sexy Cora“. Die damals 23-Jährige verstarb im Januar 2011 in der Hamburger Alster-Klinik, als sie sich zum fünften Mal die Oberweite vergrößern hat lassen. Während der OP erlitt „Sexy Cora“ einen Herzstillstand. Nach mehreren Tagen im Koma verstarb sie dann am 20. Januar 2011 an einer Hirnlähmung. Seitdem ist ungeklärt wer letztendlich verantwortlich für den Tod der jungen Frau ist.

Vor dem vor dem Hamburger Landgericht hat sich nun die damals zuständige Narkoseärztin, Marion F. (56), der fahrlässigen Tötung bekennt. Der damals operierende Chirurg wurde von der Staatsanwaltschaft entlastet.

Marion F. wird vorgeworfen nicht für eine ausreichende Beatmung durch die Sauerstoffmaske gesorgt zu haben. Außerdem sagt die Staatsanwaltschaft: „Der akustische Tongeber für Vitalfunktionen war auf Null gestellt.“

Die Angeklagte kann sich ihren Fehler selbst nicht erklären: „Das ist ein Dauer-Ton, den ich seit mehr als 20 Jahren höre. Ich kann nicht sagen, warum ich das Gerät vor der OP nicht kontrolliert habe und es mir während des Eingriffs nicht aufgefallen ist.“ Doch der Vorwurf mit der Beatmung wird von Marion F. zurückgewiesen: „Ich bin sicher, dass ich die Patientin richtig beatmet habe.“

Die Narkoseärztin leidet seitdem unter starken Depressionen und hat ihre Tätigkeit als Ärztin aufgegeben: „Ich habe mich nicht entschuldigt, weil es für so einen Fehler keine Entschuldigung gibt“, gesteht die 56-Jährige.

Gegenüber dem 23-jährigen Witwer, Tim Wosnitza, erklärte die Ärztin: "Ich denke oft an das Leid, das ich auch ihm angetan habe."

Das Urteil wird am 5. Februar fallen. Sollte die Narkoseärztin wegen fahrlässiger Tötung angeklagt werden, drohen ihr eine Geld- oder eine Haftstrafe bis zu fünf Jahren.


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