Von Nils Reschke 0
Die Sesamstraße

Seit 40 Jahren tanzen die Puppen im deutschen Fernsehen

Als wir vor ziemlich exakt einem Jahr froh und munter in 2012 starteten, erfreuten sich die Fans von Jim Henson über die Rückkehr seiner Muppets auf die Kinoleinwände. Heute, das Jahr 2013 ist gerade einmal wieder erst ein paar Tage alt, gibt es erneut etwas zu feiern.


Denn „Die Sesamstraße“ feiert in Deutschland ihren 40. Geburtstag. Sie zählt längst zu den Klassikern im deutschen Fernsehen und hat all die fragwürdigen Castingshow- und Reality-TV-Formate überdauert, seitdem am 8. Januar 1973 das erste Mal „Die Sesamstraße“ vor allem Kinder im Vorschulalter unterhalten sollte. In den Vereinigten Staaten war „Sesamestreet“ bereits am 10. November 1969 auf Sendung gegangen. Es gibt nicht wenige, die nicht mit all ihren skurrilen Figuren groß geworden sind.

Der Bär Samson, seine Freundin Tiffy und die Schnecke Finchen sind Figuren, die in der deutschen Ausgabe der „Sesamstraße“ neu vorgestellt wurden. Andere Puppen indes gab es zuvor auch schon im US-amerikanischen Fernsehen zu bestaunen. Und aufgrund ihrer bisweilen kuriosen Charaktere avancierten sie schnell zu Stars nicht nur für Kids im Vorschulalter. Als da wären Grobi alias Super-Grobi, das Krümelmonster, Graf Zahl, der große Mumpitz, der griesgrämige Oscar aus der Mülltonne, selbstverständlich auch Kermit und natürlich Ernie und Bert.

Mit zum Erfolg der deutschen „Sesamstraße“ trugen aber auch renommierte deutsche Schauspieler bei, die mehr oder weniger lang an Samsons und Tiffys Seite auftraten: Wie beispielsweise Liselotte „Lilo“ Pulver und Uwe Friedrichsen, später dann auch Horst Janson oder Manfred Krug. In den 2000er Jahren zählte unter anderem Annette Frier zum Ensemble. „Die Sesamstraße“, das bedeutete allerdings auch immer viel Musik und Lieder, die heute noch alle mitsingen können. So wie der Song von Ernie und seinem Quietscheentchen, der im Duett mit dem Krümelmonster feststellte: „Hätt’ ich dich heut’ erwartet, hätt’ ich Kuchen da“. Darüber hinaus wurden einige Songs der Beatles frei ins Deutsche übersetzt, wie etwa „Yellow Submarine“ oder „Octopus´s Garden“. Zu einer echten Hymne avancierte auch „Mah Na Mah Na“.

Und da ist natürlich auch das bekannte Titellied zu nennen, das seit Oktober 2012 von Lena Meyer-Landrut vorgetragen wird, zuvor allerdings vom Hamburger Kinderchor Vineta. Ihr wisst schon: „Der, die, das. Wer, wie, was? Wieso, weshalb, warum? Wer nicht fragt, bleibt dumm!


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