Von Nils Reschke 0
God save the Quak!

Sei kein Frosch: Besondere Ehre für Prinz Charles

Das ist einmal eine Meldung: Eine seltene Spezies Frosch wurde nicht vom Prinzen wachgeküsst, sondern vielmehr nach Thronfolger Charles benannt. Der hatte bei der Auszeichnung dann auch gleich – Achtung, Kalauer! – einen Frosch im Hals.


Mit einem Märchen hat das nichts zu tun. Da muss bekanntlich der Frosch geküsst werden, dann verwandelt er sich in einen Prinzen. Beim Prinz von Wales, besser bekannt als Charles, kommt man ganz ohne Knutscherei aus. Den Frosch gibt es auch so. Und weil Prinz Charles sich stets so engagiert für Natur und Umwelt einsetzt, koste es was es wolle – und sei es die Etikette des Hofes –, wurde nun eine diese bedrohten Amphibien, die in Ecuador beheimatet sind, nach seinem Namen getauft. „Hyloscirtus princecharlesi“ heißt der Frosch ab sofort. Der Prinz ist entzückt.

Ausgezeichnet wurde der britische Thronfolger so von der Umweltorganisation Amphibian Ark für seinen aktiven Umweltschutz und den Einsatz für den tropischen Regenwald. Mit typisch britischen Humor nahm Prinz Charles die Ehrung entgegen: „Ich bin sehr gerührt. Ich habe sogar einen Knoten im Hals, das muss wohl ein Frosch sein“, flachste der Thronfolger, als er bei einer Umweltveranstaltung für Kinder in der Grafschaft Gloucestershire die Ehrung entgegennahm. Einen Glasfrosch des Originals „Hyloscirtus princecharlesi“ gab es außerdem für den Prinzen.

Entdeckt wurde der Frosch, der braun ist mit Flecken in orange, vom ecuadorianische Wissenschaftler Luis A. Coloma. Prinz Charles meinte: „Das ist einer der schönsten Frösche, die ich je gesehen habe.“ Was soll er denn sonst auch sagen?  „Wir wissen noch nicht sehr viel über diese Frösche, nach der Namensgebung ist nun der nächste Schritt, ihre Biologie zu erforschen“, berichtete hingegen Forscher Coloma. Seit Oktober 2007 engagiert sich Prinz Charles bereits im Projekt „The Prince's Rainforests Project“ für den Schutz der Regenwälder.


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