Von Nils Reschke 0
Formel 1

Sebastian Vettel und sein Sieg für die Geschichtsbücher

Der Große Preis von Brasilien, das 20. und damit auch letzte Rennen der Saison 2012 in der Formel 1, wird gewiss als Jahrhundertrennen in die Motorsportgeschichte eingehen. Denn was sich am 25. November auf dem Autodromo Jose Carlos Pace in Sao Paulo abspielte, das hätte selbst Meisterregisseur Alfred Hitchcock nicht spannender inszenieren können.


Sebastian Vettel, der bisherige Doppel-Weltmeister, war eigentlich schon so gut wie ausgeschieden. Vom letzten Platz aus startete der Heppenheimer dann die Aufholjagd, die ihn bis zum Rennende auf Rang sieben führte. Das reichte! Weil der Spanier Fernando Alonso im Ferrari hinter Jenson Button im McLaren-Mercedes nur Zweiter wurde,  ging Vettel mit 281 und damit drei Punkten Vorsprung auf Alonso über die Ziellinie.

25 Jahre jung ist Sebastian Vettel gerade einmal – und schon Dreifach-Weltmeister! Damit hat sich der Heppenheimer schon jetzt einen Platz in den Geschichtsbüchern der Formel 1 gesichert, denn das schaffte außer seinem Landsmann Michael Schumacher, der in Brasilien seinen Abschied aus der Formel 1 feierte, und Juan Manuel Fangio in der 50er Jahren kein anderer. Auch kein Ayrton Seen, Niki Lauda, Nelson Piquet und Jack Brabham, die ebenfalls alle drei WM-Titel gewannen. Mehr holten nur noch der Franzose Alan Prost, der vier Mal Weltmeister in der Formel 1 wurde, Fangio (5) und natürlich Michael Schumacher, der sich gleich sieben Mal Champion feiern lassen durfte.

Helmut Marko, seines Zeichens Motorsportchef bei Red Bull, hatte Mühe, für diesen Triumph seines Schützlings die passenden Worte zu finden: „Er gibt nie auf und behält selbst im größten Chaos noch kühlen Kopf. Diese Ruhe strahlt sogar auf unser Team ab“, überschüttete er Sebastian Vettel hinterher mit Lobeshymnen. Ein Titel, so Marko, werde im Kopf entschieden. Und mental war Vettel einfach unschlagbar. „Sebastian wird unter Druck immer stärker und steigert sich nochmal in der zweiten Saisonhälfte, wenn es um die Entscheidung geht“, meinte der Red-Bull-Chef. Wer mochte ihm angesichts dieses Wahnsinns-Rennens noch widersprechen?


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