Von Mark Read 0
Klug und sympathisch

Sebastian Runde: Der "klügste Deutsche 2011" ist ein großzügiger Sieger

Am Samstag wurde der 26-jährige Sebastian Runde zum "klügsten Deutschen 2011" gewählt. Im Finale der von Kai Pflaume moderierten ARD-Castingshow siegte der Duisburger Student deutlich mit 86,3% der Publikumsstimmen. Für Runde kein Grund, arrogant zu werden. Er gab jedem Finalteilnehmer etwas vom Preisgeld ab.


Im Gespräch mit "Der Westen" bestätigte Sebastian Runde, das er jedem der anderen sieben Finalteilnehmer von der "Klügste Deutsche 2011" 1.000 Euro von seinen 100.000 Euro Preisgeld abgibt. "Das war vorher so abgesprochen, das hätten die anderen auch so gemacht", betonte der 26-jährige Student für Entwicklungspolitik und internationale Beziehungen. Doch nicht nur die anderen Finalisten dürfen sich über etwas Geld freuen – auch die "Zebra-Kids" bekommen 1.000 Euro. Dies ist eine gemeinnützige Stiftung, die es finanzschwachen Kindern ermöglicht, die Heimspiele von Rundes Lieblingsverein MSV Duisburg zu besuchen.

An seinem Leben wird sich durch den Sieg nicht viel ändern, glaubt Runde. Denn 100.000 Euro sind zwar ein hübsches Sümmchen, aber: "Damit hat man ja nicht für den Rest seines Lebens ausgesorgt", so die realistische Einschätzung. "Aber man kann die nächsten Jahre ganz entspannt angehen." Was er mit dem Geld kurzfristig anstellt? Da muss Runde schon überlegen. "Vielleicht eine neue Winterjacke kaufen. Die brauche ich schon lange."

Man sieht: Runde ist, obwohl er nun zu den bekanntesten Studenten Deutschlands zählt, immer noch erfrischend sympathisch und bodenständig. Zwar mag seinem überraschend deutlichen Finalsieg ein fader Beigeschmack anhaften (Promipool berichtete), doch ändert dies nichts daran, dass der junge Mann ein verdienter Sieger ist. Wir gönnen ihm seinen Erfolg und die relative finanzielle Sicherheit in den kommenden Jahren von Herzen.


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