Von Stephanie Neuberger 0
Eine neue Runde Preise

Screen Actors Guild Awards: Gewinner und Verlierer

Am Wochenende suchten die "Screen Actors Guild" Awards neue Besitzer. Große Überraschungen gab es nicht und die ganze Award Saison hat ohnehin nur einen Zweck: Das Warten auf die Oscars zu verkürzen.


In der Award-Saison vergeht kaum eine Woche, in der nicht irgendein sehr wichtiger Preis verliehen wird. So wie am Sonntag. Da suchten die „Screen Actors Guild Awards“ ein neues Zuhause und fanden es auch. Der Preis hat nicht so eine lange Tradition wie die Oscars ist aber dennoch begehrt. Seit 1995 wird der Award an Schauspieler verliehen. Die Gewinner werden von der Schauspielergewerkschaft (Screen Actors Guild) gewählt.

Nominiert sind ähnlich wie bei den „Golden Globes“ auch Fernsehstars und Serien. Aber das Hauptaugenmerk liegt selbstverständlich auf den großen Hollywoodstars. Weniger spannend, wie ich finde, ist einmal wieder die Nominierungsliste gewesen. Die üblichen Verdächtigen Meryl Streep, George Clooney, Brad Pitt und Michelle Williams, um nur einige zu nennen. Wer ein aufmerksamer Filmfan ist, wird merken, dass die Liste der Oscaranwärter ähnlich klingt. Es gab nur minimale Abweichungen, die viele tatsächlich glücklich machten. So wurde bei der Bekanntgabe der Academy Awards Liste bemängelt, dass sowohl Tilda Swinton als auch Leonardo DiCaprio nicht berücksichtigt wurden. Auch ich konnte es nicht nachvollziehen, dass DiCaprio leer ausgegangen ist.

Bei den „Screen Actors Guild“ (kurz SAG) Awards waren die Vergessenen der Oscars also nominiert. Gebracht hat es ihnen allerdings nichts. Bei den Männern setzte sich als bester Hauptdarsteller erneut Jean Dujardin für seine Rolle in „The Artist“ durch. Bei den Damen in der Kategorie beste Darstellerin überzeugte Viola Davis. Und mittlerweile muss ich meinen Tipp für die Oscars ganz offensichtlich revidieren. Zwar würde ich es immer noch sehr begrüßen, wenn Meryl Streep den Award bekommt, allerdings tippe ich nun eher auf Viola Davis für „The Help“ oder Michelle Williams für „My Week with Marilyn“. Dass bei den Herren Jean Dujardin den Academy Award gewinnt, wage ich nicht mehr bezweifeln.

Bei den SAG Awards wird auch immer das gesamte Ensemble eines Films oder einer Serie geehrt. So konnte der gesamte Cast von „The Help“ für seine Performance einen Preis nach Hause nehmen. Allerdings ist dies nicht verwunderlich, wenn man bedenkt, dass Viola Davis als Hauptdarstellerin und Octavia Spencer für ihre Rolle in „The Help“ mit einem SAG Preis  ausgezeichnet wurden.

Werfen wir noch schnell einen Blick auf die Gewinner im Bereich Serie. „Boardwalk Empire“ und „Modern Family“ ließen die Konkurrenz blass aussehen. Alec Baldwin bekam für seine darstellenden Künste in „30 Rock“ einen „Screen Actors Guild“ Award und das frühere „Golden Girl“ Betty White wurde als beste Seriendarstellerin für ihre Rolle in „Hot in Cleveland“ ausgezeichnet.

Damit geht eine weitere Runde in der Award Saison vorbei. Für mich bedeuten die vielen Preisverleihungen nur eins: Das Warten auf den wirklich einzig wahren Filmpreis zu verkürzen.


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