Von Nils Reschke 0
EM 2012 Gruppe D

Schweden will die Ukraine mit Angriffsfußball erobern

Oleh Blokhin, der Trainer der Ukraine, nennt den ersten Gegner ehrfurchtsvoll „eine Maschine“. Der Respekt vor Schweden ist beim zweiten Gastgeber der EM 2012 groß. Das liegt nicht nur, aber vor allem am Stürmerstar der Skandinavier. Denn Zlatan Ibrahimovic befindet sich in absoluter Topform.


Der erste Spieltag bei der Euro 2012 ist fast abgeschlossen. Aber zwei Mannschaften fehlen noch. Um 20.45 Uhr darf im Olympiastadion von Kiew endlich auch der zweite Gastgeber dieser Europameisterschaft ran, nachdem die Polen die EM am Freitag eröffnet hatten und bereits morgen zum zweiten Mal ran müssen. Die Ukraine trifft im zweiten Spiel der Gruppe D dabei auf Schwedens Nationalmannschaft. Das wird keine leichte Aufgabe für das Team von Oleh Blokhin, der seine Spieler schon mit Rennpferden vergleicht, die unruhig mit den Hufen scharren. Ob sie beim Anpfiff dann aber auch den Skandinaviern davoneilen, bleibt abzuwarten. Denn in der Vorbereitung auf das Turnier im eigenen Land musste die Ukraine eine Menge Rückschläge hinnehmen.

Bei der Generalprobe beispielsweise gegen die Türkei setzte es eine 0:2-Niederlage. Zuvor schon hatte die Mannschaft von Oleh Blokhin einen Test gegen die Nationalelf Österreichs mit 2:3 verloren. Damals vermasselten die beiden Bremer Legionäre von Werder, Marko Arnautovic und Zlatan Junozovic, der Ukraine die Tour. Zlatan ist aber auch ein gutes Stichwort für die schwedische Nationalmannschaft. Denn Superstar Ibrahimovic, Zlatan heißt der gute Mann mit Vornamen, ist topfit. So fit wie noch vor keinem anderen großen Turnier, bei dem der schwedische Stürmer sich meist mit Verletzungen und Blessuren herumplagen musste. Auf Tore ihres Volkshelden hoffen natürlich die Schweden, die mit einer starken Vorstellung in der EM-Qualifikation überzeugten.

Durch den 3:2-Sieg im letzten Match der Quali gegen die Niederlande schafften die Skandinavier sogar als bester Gruppenzweiter die direkte Teilnahme an der Euro und entgingen so den unangenehmen Play-offs. Insgesamt 31 Tore erzielte das Drei-Kronen-Team, fast so viele also wie beispielsweise die Holländer oder auch die deutsche Nationalmannschaft. „Wir werden auch bei der EM Angriffsfußball zeigen“, verspricht Nationaltrainer Erik Hamren, sagt aber auch: „Es geht jedoch ums Gesamtbild: Wir müssen stark in der Abwehr und im Angriff spielen.“ Ob das den Schweden im zweiten Match der Gruppe D gegen die Ukraine gelingt, wird sich ab 20.45 Uhr zeigen.


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