Von Nils Reschke 0
Unliebsamer Störenfried

Schrecksekunde in der Talkshow von Günther Jauch

Einen Moment lang stockte allen der Atem. Den Zuschauern im Studio, aber auch den TV-Zuschauern vorm Fernseher. In der Talkshow von Günther Jauch war auf einmal ein Gast aufgesprungen und hatte lauthals für Unruhe gesorgt.


Schrecksekunde bei Günther Jauch. Eigentlich wollten der Talkmaster und seine Gäste die Zahlen der Landtagswahl in Schleswig-Holstein analysieren. Doch dann kam es zu einem Zwischenfall, der allen für einen Moment den Schreck in die Glieder fuhren ließ. Günther Jauchs Talk wird bekanntlich live gesendet, und genau das machte sich ein Zuschauer zunutze, der mitten in der Sendung plötzlich vollkommen ausrastete. Zu sehen war von den Tumulten erst nicht viel. Nur das verdutzte Gesicht von Berlins regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit. Auch was der Mann da rief, war nicht zu verstehen. Lediglich die Hektik, die sich im Studio breitmachte, war zum Greifen nahe.

Noch bevor er Schlimmeres anrichten konnte, griffen Sicherheitsleute ein – und zwar bedingungslos. Der Störfaktor wurde kurzerhand aus dem Studio geschmissen, aber Günther Jauch reagierte mit aller Souveränität. Bei ihm werde niemand wie in der Ukraine aus dem Studio „rausgehauen“, forderte er das Sicherheitspersonal, das freilich nur seinen Job gemacht hatte, auf, den Mann wieder ins Studio zu holen. Gesagt, getan. Da saß er nun wieder – und musste sich die Gardinenpredigt von Günther Jauch anhören, der längst noch nicht fertig war.

Es ginge nicht, dass man einfach seine eigenen Themen mit Gewalt in die Sendung drücken können, meinte Jauch freundlich, aber bestimmt zum Missetäter, der da mit hochrotem Kopf saß und selbst noch ein wenig verwirrt schien über das, was da gerade geschehen war. Klaus Wowereit brachte ein wenig Licht ins Dunkle. Der Berliner Bürgermeister vermutete, es ginge dem Störenfried um die Schauspielschule Ernst Busch. Deren Neubau ist in der Hauptstadt stark umstritten.


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