Von Nils Reschke 0
Die ungeschminkte Wahrheit

Schonungslose Alkoholbeichte von Jenny Elvers-Elbertzhagen im TV

Es war keine dieser TV-Dokumentationen, die das Ziel hatten, den Gegenüber bloß zu stellen. Nein, im Grunde erledigte Jenny Elvers-Elbertzhagen das selbst: mit einem offenen und ehrlichen Gespräch, in dem sie kein Blatt vor dem Mund nahm.


Mit einem offenen und schonungslosen Geständnis bewegte am Montagabend Jenny Elvers-Elbertzhagen die Zuschauer. Auf RTL wurde „Die Alkoholbeichte! Jenny Elvers – die ungeschminkte Wahrheit“ ausgestrahlt. Moderatorin Frauke Ludowig hatte die 40-jährige Schauspielerin seit Monaten begleitet – und dabei natürlich auch mit ihrem Mann gesprochen, für den die Zeit gewiss ebenfalls alles andere als leicht war und immer noch ist. Gleich zu Beginn der Dokumentation sprach die alkoholkranke Schauspielerin Klartext: „Wenn ich so weiter gemacht hätte, dann hätte ich wohl bald ein multiples Organversagen gehabt“, meinte Elvers-Elbertzhagen. „Von den Werten bei der Eingangsuntersuchung war die Lebenserwartung noch sechs bis acht Wochen.“

„Ins Rollen“ kam der Fall Elvers-Elbertzhagen nach einem peinlichen Auftritt der Schauspielerin bei Bettina Tietjen in deren NDR-Show „DAS!“, über den anschließend ganz Deutschland diskurierte. Damals sei sie bereits betrunken im Studio erschienen. „Natürlich habe ich mir den Auftritt angesehen, aber in Maßen – am Stück war das nicht zu ertragen“, gibt Jenny Elvers-Elbertzhagen unumwunden zu. „Ich sehe da jemanden, der wirklich fertig ist.“ Ehemann Götz ergriff daraufhin die Initiative, ging in die Offensive und machte ihre Alkoholkrankheit publik. „Er hat mir als Mensch Halt und Struktur gegeben“, sagt die 40-Jährige heute.

Für Götz und Jenny war es keine leichte Zeit, insbesondere dann, als sich die einstige Heidekönigin in die Entzugsklinik begab: „Ich hatte ganz dolle Schmerzen in den Beinen und Armen, mir war wahnsinnig schlecht, ich hatte Schüttelfrost – der ganze Körper tat weh“, ließ der Entzug nicht lange auf sich warten. Aber natürlich habe ihr der Klinikaufenthalt auch gut getan: „Man beschäftigt sich mit sich und seiner Krankheit. Man fängt an zu reflektieren – fragt sich, wie es so weit kommen konnte.“ Für sich selbst ist sie zu den Schluss gekommen, dass es wohl an mangelnder Anerkennung gelegen haben muss. Immer besser sein zu wollen und zu müssen als die anderen, daran ist Jenny Elvers-Elbertzhagen gescheitert. Dann griff sie zum Alkohol.


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