Von Nils Reschke 0
11. Wok-WM stürzt ab

Schlechteste Quoten aller Zeiten bei der Wok-WM

Stefan Raab hat ein Händchen für verrückte Ideen – und vor allem dafür, diese dann auch umzusetzen. Die Wok-WM ist das beste Beispiel hierfür. Doch das Interesse daran wird von Jahr zu Jahr geringer.


Im November 2003 mussten einige TV-Zuschauer erst einmal genauer hinsehen, um sich dann verwundert die Augen zu reiben. Da setzten sich erwachsene Menschen doch tatsächlich in eine Reispfanne, um dann den Eiskanal in Winterberg herunter zu rodeln. Eine irre Idee, die natürlich nur Stefan Raab kommen konnte. Genau genommen entstand sie bei „Wetten, dass..?“ nach einer verlorenen Wette. Doch Raab hatte Blut geleckt und machte daraus kurzerhand die Wok-Weltmeisterschaft, die dann zum festen TV-Event auf ProSieben werden sollte.

Wie aber auch viele andere Formate hat die Wok-WM mit den TV-Quoten zu kämpfen. Der Samstagabend war aus Sicht von ProSieben zwar keine riesige Enttäuschung, doch mit den Quoten beim Wok-Event geht es bergab. Die elfte Weltmeisterschaft, die sich wieder einmal bis spät in die Nacht hinzog, lieferte die bislang schwächsten Zahlen in der Geschichte des Wok-Sports. Nur 15,7 Prozent in der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen waren es am Samstag und damit 1,4 Prozent weniger als 2012. In Zahlen hieß das: Ziemlich genau zwei Millionen TV-Zuschauer lockte die elfte Wok-WM noch vor die Mattscheibe.

Doch woran liegt es konkret, dass die Wok-WM beim Publikum immer weniger punktet? Zum einen wohl daran, dass die Spannung eher künstlich inszeniert wird. Denn so spannend geht es im Eiskanal nicht zu. Vorne weg fegt Georg Hackl, dem keiner das Wasser reichen kann. Die Zeiten zwischen dem ersten und – sagen wir – fünften Rang sind schon sehr deutlich. Das trifft auch auf den Vierer-Wok zu. Diese Disziplin lebte in der Vergangenheit hauptsächlich von spektakulären Stürzen – das muss man so leider festhalten. Insgesamt ist das für ein Event, das als Sportveranstaltung verkauft wird, wenn auch mit einem Augenzwinkern, zu wenig, um die Massen vor die Fernseher zu locken.


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