Von Nils Reschke 0
Wiederholungstäter

Schiedsrichter-Schelte auf Twitter: Ryan Babel droht ein Nachspiel

Was hat sich Ryan Babel da schon wieder bei gedacht? Als er noch für Liverpool spielte, verhöhnte er schon einmal Referee Howard Webb. Jetzt ging es dem deutschen Unparteiischen Thorsten Kinhöfer auf Twitter an den Kragen.


Viele Stars aus der Welt der Musik, des Films oder des Sports bedienen sich gerne der Neuen Medien. Die einen besitzen eine eigene Seite auf Facebook, andere nutzen gerne Twitter. Ryan Babel, Fußballer beim Bundesligisten TSG 1899 Hoffenheim, ist einer dieser Prominenten. Doch der niederländische Nationalspieler ist sich offenbar nicht bewusst, was für eine Sogkraft ein Kurznachrichtendienst wie Twitter haben kann. Anders lässt sich einer seiner jüngsten Kommentare im Social Network nicht erklären.

„I don´t know, the ref was on drugs“, twitterte Ryan Babel und bezog sich damit natürlich auf eine Szene vom letzten Spieltag in der Bundesliga. Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer hatte Babel da mit einer Gelb-Roten Karte vorzeitig vom Platz geschickt. Eine Fehlentscheidung zwar, doch darf sich ein Fußballprofi nicht zu solch einen Post hinreißen lassen. Ryan Babels Trainer Markus Babbel jedenfalls platzte der Kragen: Das sei „einfach nur dämlich“ gewesen, kommentierte der Coach von 1899 Hoffenheim. Jetzt ermittelt sogar der DFB-Kontrollausschluss, und Ryan Babel droht ein Nachspiel.

Dabei hätte der Holländer, der in den EM-Plänen von Bondscoach Bert van Marwijk keine Rolle mehr spielt, doch wissen müssen, zu was so etwas führen kann. Als er noch Spieler beim FC Liverpool war, verhöhnte Babel via Twitter schon einmal einen Referee. Damals twitterte er eine Fotomontage von Howard Webb im Dress von Manchester United, Liverpools damaligen Gegner, um so seinen Unmut über die Entscheidungen des Unparteiischen zu dokumentieren. Ryan Babel kam damals mit einer Geldstrafe von 11.000 Euro davon und entschuldigte sich öffentlich.


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