Von Nils Reschke 1
Alles Atze?

Schauspieler Fritz Wepper verklagt Comedian Atze Schröder

„Humor ist“, hat schon der deutsche Schriftsteller Otto Julius Bierbaum festgestellt, „wenn man trotzdem lacht“. Doch Fritz Wepper ist das Lachen mittlerweile vergangen.


Für den Schauspieler Fritz Wepper ist das Maß endgültig voll. Weil sich Comedian Atze Schröder auf seine Kosten lustig mache, schaltete der 71-Jährige seinen Anwalt ein und will das ganze Prozedere stoppen. „Ich werde mit Lügen und meine Person betreffenden Schmähungen gedemütigt. Deshalb klage ich“, zitiert die Bild-Zeitung den bekannten deutschen Schauspieler. Jetzt muss das Münchner Landgericht über den Fall verhandeln.

Aber was ist eigentlich genau passiert? Atze Schröder ist bekanntlich recht „Schmerzfrei“, was Humor betrifft, weswegen er wohl auch sein aktuelles Programm so getauft haben dürfte, mit dem er aktuell durch deutsche Lande zieht. Zu sehen war dieses ebenfalls schon auf RTL. Fritz Wepper taucht darin auch auf. Erst macht er sich über Weppers Figur lustig, anschließend lässt Atze Schröder auch nicht locker, als es um Fritz Weppers ehemalige Lebenspartnerin Susanne Kellermann geht. Beide haben eine gemeinsame Tochter. Sein Publikum animiert Schröder schließlich auch noch, sich aktiv an dieser Art von Humor – oder sollen wir es gleich Mobbing nennen – zu beteiligen.

Übrigens hat der Comedian bereits in erster Instanz recht bekommen. Deswegen will Fritz Wepper das Urteil mit seinem Anwalt in der nächst höheren Instanz jetzt prüfen lassen und reichte auch eine Schmerzensgeld-Klage in Höhe von 25.000 Euro ein. Am 13. März soll verhandelt werden. Derweil mimt Atze Schröder das Unschuldslamm: Er verehre Fritz Wepper, beteuert der Komiker, und habe ihn mit Augenzwinkern als Held in seinem Programm. Schröder sagt: „Mein Wunsch: Mit 71 noch genauso gut drauf sein wie er.“


Teilen:
Geh auf die Seite von: