Von Stephanie Neuberger 0
Der Datendieb muss zahlen

Scarlett Johansson erhält Schadensersatz vom Hacker

Scarlett Johansson und weitere weibliche Hollywood-Stars wurden vor einiger Zeit Opfer eines Hackers. Ein Mann verschaffte sich Zugang zu ihren privaten Fotos und E-Mails. Die Staatsanwaltschaft fordert nun eine hohe Summe an Schadenersatz.


Unfreiwillig landeten private Nacktaufnahmen von Scarlett Johansson im Netz. Ein Hacker verschaffte sich Zugang zu ihrem Handy, auf denen die pikanten Fotos gespeichert waren. So gelangten diese ins Internet und verbreiteten sich rasend schnell. Ursprünglich waren diese Bilder nicht für die Öffentlichkeit bestimmt. Aber Scarlett war nicht der einzige weibliche Hollywood-Star, der Christopher Chaney zum Opfer fiel. Auch Mila Kunis, Christina Aguilera sowie Renee Olstead fanden ihre privaten Aufnahmen und E-Mails im World Wide Web wieder.

Jetzt steht der Datendieb vor Gericht und die Staatsanwaltschaft fordert hohe Schadensersatzzahlungen. Scarlett Johansson könnten so 66 000 Dollar zustehen und Christina Aguilera 7500 Dollar. Auch weiteren Opfer steht laut Staatsanwaltschaft auch Geld zu, wie "eonline.com" berichtet. Allerdings hat die Sache einen Hacken. Denn Chaney ist arbeitslos und es ist sehr unwahrscheinlich, dass er jemals diese geforderte Summe aufbringen kann. Es blüht ihm außerdem eine Haftstrafe von rund 71 Monaten. Diese fordert zumindest die Staatsanwaltschaft. Welche Strafe tatsächlich auf ihn zukommt, wird bald bekannt. Das Strafmaß für die unrechtmäßigen Zugriffe auf Handys uns Computer der Stars wird am 23. Juli gefällt.

Doch man darf davon ausgehen, dass der Hacker nicht ungestraft davon kommt. Vor allem weil er seine Taten in neun Fällen gestanden hat. Ob die Stars das Geld wirklich als Wiedergutmachung oder Schadenersatz sehen, ist zweifelhaft. Sicherlich kann man ein so gravierendes Eingreifen in die Privatsphäre nicht mit Geld aufwiegen. Besonders da bei Scarlett Johansson und bei den anderen Opfer Geld keine Rolle spielt.


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