Von Nils Reschke 0
Olympische Spiele 2012

Sauerei! Fahnenträgerin Natascha Keller wird Opfer eines Twitter-Fakes

Das Internet bietet viele Vorteile, keine Zweifel. Ein großer Nachteil hingegen ist seine Anonymität und dass so immer wieder Menschen diese dazu nutzen, um prominentere Menschen in ein falsches Licht zu rücken. So ist es jetzt Natascha Keller passiert.


Die bunte, grenzenlose Vielfalt des Internet: Es gehört mittlerweile zum guten Ton, dass prominente Menschen mit ihren Fans auch über die Sozialen Netzwerke kommunizieren. Da machen Sportler keine Ausnahmen. Doch wie schnell sie dabei auch zum Opfer werden können und eine vermeintliche Äußerung für weltweite Schlagzeilen sorgen kann, beweist jetzt der „Fall“ Natascha Keller. Stolz trug die Hockeyspielerin die deutsche Fahne bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele 2012 ins Londoner Olympiastadion. Derweil machte sich ein unbekannter User auf, um mit einem Fake-Account auf Twitter vorzugeben, die wahre Natascha Keller zu sein.

Auf dem falschen Account veröffentlich eine falsche Natascha Keller fragwürdige politische Statements. Da heißt es zum Beispiel: "Das Olympia-Dorf ist nun voller barfüßiger griechischer Sportler. Sobald wir sie sehen, stellen wir uns blöd, weil wir Angst davor haben, dass sie uns um Kredit bitten.“ Was für eine riesige Sauerei! Diese Art von Postings blieben natürlich auch griechischen Medien nicht unbemerkt und machte so die Runde. Michael Vesper, der Chef de Mission des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), reagierte – völlig zurecht – empört: „Es ist eine Frechheit, dass Unbekannte das deutsch-griechische Verhältnis damit belasten wollen.“

Rätsel gibt der Post auf Twitter aber nach wie vor auf. Denn Twitter behauptete, solch eine Nachricht sei niemals verschickt worden. Und auch der vermeintliche User-Account war noch am Freitag, dem Tag der Eröffnungsfeier, nicht mehr zu erreichen. So oder so: „Das ist ein erbärmliches Zeichen, wenn so etwas von den griechischen Medien aufgegriffen wird, ohne es vorher zu recherchieren“, meinte DOSB-Pressesprecher Christian Klaue. Derweil bemühte sich das „Opfer“, die echte Natascha Keller, um Schadensbegrenzung: „Ich habe Respekt vor allen Menschen. Ich habe nichts mit der Politik zu tun.“


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