Von Stephanie Neuberger 0
Fergie in den Knast?

Sarah Ferguson in der Türkei angeklagt

Sarah Ferguson hat dem englischen Königshaus schon so einige Skandale eingebrockt, aber diesmal liegt der Fall anders. Fergie wurde in der Türkei angeklagt, weil sie die Privatsphäre von Kindern gestört hat, als sie eine geheime Dokumentation in einem Kinderheim machte.


Sarah Ferguson drehte vor ein paar Jahren eine Dokumentation in einem türkischen Kinderheim. Leider ohne Genehmigung und mit versteckter Kamera. Der Film wurde dann im englischen TV gezeigt und hat menschenunwürdige Zustände in dem Waisenhaus aufdeckt.

Im September 2008 reiste Fergie in Begleitung in die Türkei. Mit Kopftuch und Sonnenbrille verkleidet und unter dem Vorwand dem Heim Geld spenden zu wollen, wie türkische Medien berichten, durfte die 52-Jährige das Heim besuchen. Dort filmte die Exfrau von Prinz Andrew mit versteckter Kamera die erschreckenden Zustände im Heim. Die Herzogin setzt sich bereits seit Jahren für Kinder ein. Kurz nach den geheimen Dreharbeiten wurde die Dokumentation im englischen Fernsehen ausgestrahlt. Schon damals gab es gegen den Film sogar von Politikern einige Proteste. Ferguson wurde vorgeworfen, damit einen politischen Zweck zu verfolgen und eine Anti-Türkei Kampagne damit zu starten. Sarah sei dagegen, dass die Türkei EU Mitglied werde, hieß es damals. Sogar bei dem britischen Außenamt wurde vom türkischen Botschafter in London Protest eingereicht. Eine damals geforderte Auslieferung der Herzogin lehnte England allerdings ab.

Aber die Angelegenheit ist damit keineswegs beendet. Nun fordert die Staatsanwaltschaft in Ankara, dass Sarah Ferguson wegen der Verletzung der Privatsphäre von fünf im Film gezeigten Kindern zur Rechenschaft gezogen wird. Dieser Verstoß wird hart bestraft. Die Staatsanwaltschaft fordert über 22 Jahre Haft für die 52-Jährige.

Ob erneut ein Auslieferungsantrag gestellt wurde, wollte das zuständige Amt in London nicht kommentieren. Auch Fergie bezog zu der Anklage noch keine Stellung.


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