Von Nils Reschke 0
Scott McKenzie

Sänger der Hippie-Hymne „San Francisco“ ist tot

Wie viele Menschen diesen Hit genutzt haben, um sich tatsächlich vom wunderschönen San Francisco und dem Flair dieser Stadt zu überzeugen, ist nicht überliefert. Es werden nicht wenige gewesen sein anno 1967 und selbst noch Jahre danach. Und Schuld daran trägt ein Song, der als Inbegriff der Hippie-Generation gilt.


Es gibt wohl keinen Musikfreund, der dieses Lied nicht kennt. „San Francisco (Be Sure To Wear Flowers In Your Hair)“ stürmte 1967 auf den ersten Platz der Charts. In Deutschland, in Österreich, in Großbritannien auch. Seltsamerweise nicht in den Vereinigten Staaten, wo der Song, der sich  schnell zur Hymne der Hippies entwickelte, es nur auf Rang vier schaffte. Das änderte aber nichts daran, dass der Sänger des Hits über Nacht berühmt wurde. Jetzt ist Scott McKenzie gestorben. Im Alter von 73 Jahren erlag er bereits am Samstag den Folgen eines schweren Nervenleidens, berichtete ein guter Freund des Folksängers.

„San Francisco“ blieb Scott McKenzies einziger Millionenhit, der die Generation von Flower Power prägte. 2010 wurde bekannt, dass der Singer und Songwriter am Guillain-Barre-Syndrom litt, einer heimtückischen Nervenkrankheit, die sogar zu Lähmungserscheinungen führen kann. Gerade eben erst war McKenzie aus der Klinik zurückgekehrt, als ihn eine Nachbarin am Sonntag tot in seiner Wohnung aufgefunden hatte. Gary und Raylene Hartman, Freunde des Sängers aus Australien und Webseitenbetreiber von Scott McKenzies Schaffen, posteten die traurige Nachricht am Sonntag auf dem Online-Portal.

Obwohl Scott McKenzie das Angebot hatte, bei „The Mamas & The Papas“ einzusteigen, entschied er sich für die Solokarriere – und landete prompt seinen Welthit. Beim Monterey Pop Festival spielte er „San Francisco“ zum ersten Mal live. Eigentlich als Promotion-Song gedacht, stahl er den Musikgrößen wie Jimi Hendrix oder The Who damit zumindest ein Stück weit die Show. Vermutlich auch, weil weitere Hits ausblieben, schloss sich Scott McKenzie in den 80er Jahren dann doch den „Mamas und Papas“ an. Für ausgiebige Tourneen fehlte ihm allerdings schnell die Kraft. Nach eigenen Aussagen litt er unter Depressionen, fühlte sich ständig müde, so dass er 1998 das letzte Mal auf Tour zu hören war. Mit „San Francisco (Be Sure To Wear Flowers In Your Hair)“ wird er aber allen Musikliebhabern für immer im Gedächtnis bleiben.


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