Von Andrea Hornsteiner 1
Tochter gibt Interview

Rudi Assauer: Oft erkennt er sich auf eigenen Fotos nicht wieder

Anfang dieses Jahres wurde bekannt, dass der 68-Jährige an Alzheimer erkrankt ist. Mittlerweile ist Rudi Assauer zu seiner Tochter gezogen, die sich um ihn kümmert. Bettina Michel erzählt jetzt exklusiv in einem Interview, wie es um ihren Vater steht.


Er war stets bekannt für seine streng zurückgegelten Haare und der Zigarre im Mund. Nun kann er sich nicht einmal mehr alleine rassieren.

Im April verabschiedete sich Rudi Assauer aus seinem alten Leben. Er schloss sein Büro und auch seine Seite auf Facebook.

Der ehemalige Schalke-Manager zog zu seiner Tochter Bettina Michel nach Herten. Diese pflegt ihn seither liebevoll und kümmert sich rund um die Uhr um ihren Vater.

Im einem rührenden Interview gegenüber der Zeitung "Sport Bild" erzählt sie, wie es ihrem Vater gesundheitlich wirklich geht.

Bettina Michel zeigt dem 69-Jährigen oft Fotos aus alten Fußball-Zeiten. An schlechten Tagen erkennt er aber noch nicht einmal sich selbst wieder.

Auch rasieren kann er sich nicht mehr allein. Dafür kann er sich selbst noch die Zähne putzen und auch Zigarre rauchen.

 

Seine Tochter ist laut eigener Angabe eine "Frohnatur". Sie blickt vor allem auf die positiven Dinge, die sie mit ihm erlebt: "Es ist schön für mich zu sehen, dass in ihm noch so viel ist, wo man sehen kann, dass da noch er drin ist. Dass er keine Hülle ist, sondern dass ich so viel von ihm sehe."

Sogar positive Veränderungen durch die Krankheit hat es gegeben: "Er ist feinfühliger geworden. Als ich ein Kind war, hat er mich selten gelobt, jetzt bedankt er sich für jede Kleinigkeit, streichelt mir über die Wange und nimmt mich in den Arm."

Diese schönen Momente geben ihr Kraft.

Bei seiner Tochter Bettina in Herten lebt er nur wenige Kilometer von der Schalke-Arena, die ihm soviel bedeutet hat, entfernt.

Laut den Ärzten befindet sich Rudi Assauer im letzten Drittel seines Krankheitsverlaufs.


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