Von Nils Reschke 0
Alzheimer-Erkrankung

Rudi Assauer: Bewegender Auftritt im ZDF mit Tochter Bettina und Werner Hansch

Vorbei sind die Zeiten des Machos. Denn Rudi Assauer ist erkrankt. Schwer erkrankt sogar. Äußerlich ist ihm rein gar nichts anzumerken. Aber tief in ihm drin wütet die tückische Alzheimer-Erkrankung. Im ZDF wurde und wird darüber berichtet. Assauer leistet Aufklärungsarbeit.


Die Alzheimer-Erkrankung von Rudi Assauer beherrscht seit einigen Tagen die Schlagzeilen. Beim ehemaligen Manager vom FC Schalke 04 verblassen die Erinnerungen. Vielleicht kommt der Tag, an dem Assauer den Triumph der "Eurofighter" aus dem Jahr 1997 schlicht und einfach vergessen hat. Wie Jan Wilmots, Youri Mulder, Jens Lehmann und Co. damals sensationell den UEFA-Cup gewannen. Vergessen sind dann vielleicht auch die Erinnerungen an das packendste Bundesliga-Finale der Geschichte, als die Schalker „Meister der Herzen“ wurden. Im ZDF kam es jetzt in der Sendung „Volle Kanne“ mit Moderator Ingo Nommsen zu einem bewegenden Treffen.

Rudi Assauer plaudert locker über seine Erkrankung

Erstmals äußerte sich Rudi Assauer öffentlich über seine schwere Erkrankung. Mitgebracht hatte der ehemalige Schalke-Manager seine Tochter Bettina Michel, bei der der heute 67-Jährige mittlerweile in Herten lebt. Die Runde komplettierten seine langjährige Sekretärin Sabine Söldner und Werner Hansch, einer der beliebtesten Fußball-Kommentatoren unseres Landes. Die Stimme des Reviers. Hansch war gemeinsam mit Assauer mit dem Programm „Werner & Rudi – Der Fußballtalk“ aufgetreten, bis der Sportjournalist merkte, dass etwas mit seinem Kompagnon nicht stimme. „Ich habe Rudi gefragt, ob ich noch ein paar Minuten reinkomme dürfe“, erzählte Hansch in der ZDF-Sendung. „Da habe ich ihm gesagt: Rudi, ich glaube, irgendetwas stimmt mit deinem Kopf nicht mehr.“ Assauer sei ihm daraufhin weinend um den Hals gefallen und berichtete Hansch von seiner Alzheimer-Erkrankung.

Hansch: „Der Junge ist gut drauf!“

Aufgeben kam für Rudi Assauer, dem ewigen Macho aber nicht in Frage. Gemeinsam mit Hansch entwickelten sie den Schlachtplan, dass das ZDF ein Jahr lang Rudi Assauer begleitete, um mit einer Dokumentation über die Tücken der Krankheit aufzuklären. Namen verschwinden besonders schnell. „Dann ärgere ich mich“, gibt Rudi Assauer unumwunden zu. „Aber es geht mir gut.“ Tochter Bettina bestätigt das: „Es ist viel Ruhe eingekehrt, einmal abgesehen von der letzten Woche. Ich glaube, es geht ihm besser als vor einem Jahr.“ Auch Werner Hansch sieht das so: „Ich sitze ja jetzt eine lange Zeit mit in diesem Boot und begleite das Projekt. Ich kann sagen: Der Junge ist gut drauf!“ Unter Sportjournalisten ginge lange das Gerücht, so Hansch, dass mit Assauer etwas nicht stimme. „Viele sagten, er habe den Verstand versoffen.“ Mit diesem Gerücht könne man endlich aufräumen. Eine Leidenschaft hat „Stumpen-Rudi“ nie aufgegeben: seine Zigarren. „Wenn dir danach ist, darfst du paffen. Ich erteile dir hiermit die Lizenz, die sonst nur Helmut Schmidt hat“, scherzte Moderator Nommsen in einer lockeren Runde. Ausgestrahlt wird die Dokumentation in der Reihe „37 Grad“ am 7. Februar um 23.15 Uhr im ZDF.


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